FAQ Eintragungen Lohnbescheinigung 2016

Bild des Benutzers LBV
Gespeichert von LBV am 19. April 2016

FAQ zu den Eintragungen in die Elster-Lohnbescheinigung 2016

Die elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen für das Jahr 2016 wurden Ende Februar erstellt und versendet.

Wie erfolgt die Zuordnung meiner elektronischen Daten in der Finanzverwaltung zu meinem Steuerfall?

Die Datenübermittlung Ihrer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung erfolgt anhand eines Ordnungsmerkmals. Das Ordnungsmerkmal – in der Regel ist dies Ihre steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID) – dient dazu die elektronisch übermittelten Daten in der Finanzverwaltung Ihrem Steuerfall eindeutig zuzuordnen. Wurde Ihnen keine Steuer-ID vergeben oder liegt uns Ihre Steuer-ID nicht vor, erfolgt die Übermittlung mittels der sogenannten eTIN - "electronic Taxpayer Identification number = elektronische Steuerzahler-Identifikationsnummer“. Das Ordnungsmerkmal wird auf der Lohnsteuerbescheinigung angedruckt.
 

Gibt es eine Frist zur elektronischen Übertragung der Lohnsteuerdaten?

Ihre Lohnsteuerdaten melden wir der Finanzverwaltung nach Abschluss der Lohnkonten bis spätestens zum 28./ 29. Februar des Folgejahres (§ 41b Abs. 1 Satz 2 EStG). Nach der Übermittlung der Daten erhalten Sie automatisch einen Nachweis (Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung) für Ihre Unterlagen.

Wer übermittelt weitere Daten an das Finanzamt?

Ebenso wie der Arbeitgeber sind noch weitere Institutionen/Träger verpflichtet Ihre Daten elektronisch bis zum 28. / 29. Februar des Folgejahres an die Finanzverwaltung zu melden.

  • Die Rentenversicherungsträger übermitteln die Höhe der Renten und andere Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der einbehaltenen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.
  • Die Arbeitsagentur meldet Leistungsnachweise über den Bezug von Arbeitslosengeld.
  • Die gesetzlichen Krankenkassen melden die Höhe der selbst durch die Mitglieder gezahlten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Hierbei handelt es sich überwiegend um Beitragszahlungen zur freiwilligen Krankenversicherung (z.B. als Student oder aus Versorgungsbezügen).
  • Die privaten Krankenkassen übermitteln die Höhe der geleisteten Beiträge zur Basiskrankenversicherung und zur Pflegeversicherung (Beamte, Versorgungsempfänger).

Das Veranlagungsverfahren im Finanzamt startet daher regelmäßig erst ab März eines Jahres, da abgewartet wird bis alle erforderlichen elektronischen Meldungen vorliegen.

Ich bin im Laufe des Jahres umgezogen. Was passiert mit meinen Lohnsteuerdaten?

Sollte auf Grund eines Umzugs ein anderes Finanzamt als das bisherige für Sie zuständig sein, ist dies für die Zuordnung Ihrer elektronisch übertragenen Lohnsteuerdaten nicht relevant. Die Zuordnung erfolgt automatisch bei dem nunmehr für Sie zuständigen Finanzamt anhand Ihrer Steuer-ID oder Ihrer eTIN.

Meine Lohnsteuerbescheinigung wurde storniert.

Die bereits übermittelten Lohnsteuerbescheinigungen werden storniert, wenn die kennzeichnende Daten zu einer Person (Steuer-ID, eTIN, Name, Vorname und Geburtsdatum)
falsch übermittelt wurden oder mehrere Einzel-Bescheinigungen zu einem Arbeitsverhältnis durch eine zusammenfassende Bescheinigung ersetzt werden.
 

Bescheinigung der Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Kinderfreibeträge, etc.)

Auf dem Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung werden aus Vereinfachungsgründen nur die im letzten Lohnzahlungszeitraum zugrunde gelegten Lohnsteuerabzugsmerkmale bescheinigt. Die abgerufenen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) oder die auf der entsprechenden Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug eingetragenen Lohnsteuerabzugsmerkmale werden aber vollständig übermittelt.
 

Warum wurde bei „Zeiträume ohne Anspruch auf Arbeitslohn – Anzahl U“ ein Wert eingetragen?

Ein Wert wird hier eingetragen, wenn für mindestens fünf aufeinander folgende Arbeitstage der Anspruch auf Arbeitslohn im Wesentlichen weggefallen ist, während das Dienstverhältnis weiter besteht. Das ist z.B. bei unbezahltem Urlaub der Fall oder wenn Sie Krankengeld, Mutterschaftsgeld ohne Arbeitgeberzuschuss oder Elterngeld bezogen haben. Wurde Elternzeit in Anspruch genommen, so ist an dieser Stelle ebenfalls eine Zahl einzutragen.
Dies gilt auch, wenn während der Elternzeit eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt wurde und tatsächlich das ganze Jahr hindurch Anspruch auf Bezüge bestand.

Eintragungen zum Großbuchstaben S

Der Großbuchstabe  S wird bescheinigt, wenn die Lohnsteuer von einem sonstigen Bezug in einem Hauptarbeitsverhältnis berechnet wurde und dabei der Arbeitslohn des Vorarbeitgebers nicht berücksichtigt wurde.
 

Eintragungen in Nummer 9 - ermäßigt besteuerte Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre

Nachzahlungen von Versorgungsbezügen für mehrere Kalenderjahre (z.B. aufgrund der Besoldungsanpassung 2014), die ermäßigt besteuert wurden, werden ausschließlich in Nummer 9 bescheinigt. Diese Bezüge sind nicht in den Nummern 3 und 8 enthalten.

Eintragungen in Nummer 10 - ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre und ermäßigt besteuerte Entschädigungen

Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre (z.B. aufgrund der Besoldungsanpassung 2014) und ermäßigt besteuerte Entschädigungen (z. B. Abfindungen) werden in einer Summe gesondert  in Nummer 10 bescheinigt. Diese Bezüge sind nicht in der Nummer 3 enthalten.

Eintragungen in Nummer 19 und Nummer 32

In Nummer 19 werden Entschädigungen und Nachzahlungen von Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre (z.B. aufgrund der Besoldungsanpassung 2014) bescheinigt, die nicht ermäßigt besteuert werden konnten, weil die „normale“ Versteuerung für Sie günstiger war.

Damit Sie die Möglichkeit haben, die ermäßigte Besteuerung im Rahmen der Veranlagung zu beantragen, werden die nicht ermäßigt versteuerten Bezüge/Versorgungsbezüge separat in Nummer 19 der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen.

Haben Sie eine Nachzahlung von Versorgungsbezügen für mehrere Kalenderjahre erhalten, die nicht ermäßigt besteuert werden konnte, wird der Nachzahlungsbetrag in den Nummern 19 und 32 ausgewiesen.

Die Nachzahlungsbeträge sind in Nummer 3 und bei Versorgungsbezügen zusätzlich in Nummer 8 enthalten.

Sie haben die Möglichkeit, die ermäßigte Besteuerung in Ihrer Steuererklärung zu beantragen. Das Finanzamt prüft dann, ob die ermäßigte Besteuerung doch noch in Betracht kommt. Bitte beachten Sie hierzu die Anleitung zur Einkommensteuererklärung (Hinweise zur Anlage N – Zeile 16 bis 19).

Eintragungen in Nummer 28 „Beiträge zur privaten Krankenversicherung und Pflege-Pflichtversicherung ggf. Mindestvorsorgepauschale“. Warum entspricht der Betrag in Nummer 28 nicht meinen Beiträgen, die ich tatsächlich zahle?

In Nummer 28 werden Ihre - laut Bescheinigung des Versicherungsunternehmens - nachgewiesenen Beiträge zur privaten Basis-Krankenversicherung und privaten Pflege-Pflichtversicherung bescheinigt, die tatsächlich - entsprechend der Beschäftigungsdauer - beim Lohnsteuerabzug berücksichtigten wurden.

Beispiel: Monatsbeitrag laut Bescheinigung 500€, Beschäftigungsdauer 3 Monate, Bescheinigung 1.500€

Ich habe keine Beiträge zur privaten Krankenversicherung und Pflege-Pflichtversicherung nachgewiesen. Warum werden trotzdem Beträge in Nummer 28 bescheinigt?

Wenn Sie keine Basisbeiträge nachgewiesen haben oder wenn die nachgewiesenen monatlichen Basisbeiträge niedriger sind als ein Zwölftel der Mindestvorsorgepauschale, wird beim Lohnsteuerabzug die Mindestvorsorgepauschale berücksichtigt und entsprechend der Beschäftigungsdauer bescheinigt.
Die Mindestvorsorgepauschale beträgt im Kalenderjahr 12% des Arbeitslohns max. 1.900 € bei den Steuerklassen 1, 2, 4, 5 und 6 und max. 3.000€ bei der Steuerklasse 3.
Dies entspricht einem monatlichen Basisbeitrag von 158,33€ bzw. 250€.

Beispiel: Steuerklasse 4, Beschäftigungsdauer 2 Monate
Arbeitslohn Monat 1: 1.000€, Mindestvorsorgepauschale (12% von 1.000€) 120€
Arbeitslohn Monat 2: 1.500€, Mindestvorsorgepauschale ( 12% von 1.500€) 180€, max. 158,33€

Bescheinigung: (120€ + 158,33€) 278,33€

Beispiel: Steuerklasse 4, Beschäftigungsdauer 12 Monate;
monatlicher Arbeitslohn gleichbleibend 2.000€, Mindestvorsorgepauschale (12% von 2.000€) 240€, max. 158,33€

Bescheinigung (12 x 158,33€) 1.899,96€

Im Rahmen Ihrer Steuererklärung wird die Mindestvorsorgepauschale nicht berücksichtigt, sondern nur die tatsächlich gezahlten Beiträge.

Mindestvorsorgepauschale bei geringfügig Beschäftigten, Praktikanten, Schüler, Studenten etc.

Die Mindestvorsorgepauschale ist auch bei geringfügig Beschäftigten zu bescheinigen, wenn die Versteuerung nach den individuellen Steuerabzugsmerkmalen  und nicht pauschal erfolgt.

Entsprechendes gilt für andere Arbeitnehmer (z. B. Praktikanten, Schüler, Studenten), wenn kein Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Krankenversicherung zu entrichten ist.

Wieso wurden die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bzw. an das Versorgungswerk nicht bescheinigt (Nummern 22 und 23)?

Es werden nur die Beiträge eingetragen, die durch das LBV direkt an die Rentenkasse oder das Versorgungswerk abgeführt worden sind (so genannte Firmenzahler). Überweist der Arbeitnehmer die Beiträge selbst, dann darf das LBV keine Beträge bescheinigen.

Die Beträge in den Nummern 22 bis 27 sind niedriger als auf meiner letzten Bezügemitteilung.

Bei pflichtversicherten Arbeitnehmern dürfen Sozialversicherungsbeiträge (SV-Beiträge) nicht bescheinigt werden, die auf steuerfreien Arbeitslohn entfallen, da diese nicht als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgezogen werden dürfen. Hierzu gehören auch SV-Beiträge, die mit steuerfreien Beiträgen an die Zusatzversorgungskasse (VBL), Pensionskasse, Direktversicherung o.ä. im Zusammenhang stehen.

Wofür werden die Angaben zum Versorgungsfreibetrag benötigt (Nummern 29 bis 32)?

Seit dem 01.01.2005 werden für Versorgungsbezüge (z.B. Beamtenpensionen, Waisengeld, Sterbegeld) ein Versorgungsfreibetrag und ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren berücksichtigt. Die Höhe des Versorgungsfreibetrags und des Zuschlags richtet sich nach dem Jahr des Versorgungsbeginns und nach der Bemessungsgrundlage für den Versorgungsfreibetrag. Die Bemessungsgrundlage beträgt das 12-fache des Versorgungsbezuges für den ersten vollen Monat zuzüglich der voraussichtlichen Sonderzuwendung im Jahr des Versorgungsbeginns. Regelmäßige Anpassungen führen grundsätzlich nicht zu einer Neuberechnung des Versorgungsfreibetrags.

Ich habe mehrere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Warum erhalte ich eine Lohnsteuerbescheinigung mit Steuerklasse 6, auf der nur die Sozialversicherungsbeiträge (Nummern 22 bis 27) bescheinigt sind?

Hat ein Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungsverhältnisse, die insgesamt unter einer Personalnummer versteuert werden, werden der Bruttoarbeitslohn und die Steuerabzüge (Nummern 3 bis 14) auf einer Lohnsteuerbescheinigung zusammengefasst. Die Lohnsteuerdaten werden daher unter dieser Personalnummer mit der verwendeten Steuerklasse auf einer Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen. Die Sozialversicherungsbeträge müssen jedoch für jedes Beschäftigungsverhältnis gesondert ermittelt und abgeführt werden. Die Meldung dieser Werte an die Finanzverwaltung kann aus technischen Gründen nur auf einer separaten Lohnsteuerbescheinigung mit der Steuerklasse 6 erfolgen.

Warum wird die „steuerpflichtig gezahlte Aufwandsentschädigung“ (Nummer 37) bescheinigt?

Diese Eintragung dient zum Nachweis beim Finanzamt über die Höhe der steuerpflichtig bezogenen Einnahmen für eine nebenamtliche bzw. nebenberufliche Tätigkeit im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG. Die Einnahmen sind im Bruttoarbeitslohn (Nummer 3) enthalten.
Das LBV hat die Einnahmen nicht steuerfrei gezahlt, da die hierfür erforderlichen Voraussetzungen (z.B. die Abgabe einer entsprechenden Erklärung gegenüber dem LBV) nicht vorlagen. Sollten Sie den Steuerfreibetrag in Höhe von 2400,- € noch nicht ausgeschöpft haben, können Sie dies im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung nachholen.

Warum wird die „steuerfrei gezahlte Aufwandsentschädigung“ (Nummer 38) bescheinigt?

Die Eintragung dient zum Nachweis beim Finanzamt über die Höhe der steuerfrei bezogenen Einnahmen für nebenamtliche bzw. nebenberufliche Tätigkeit im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG. Dieser Betrag ist nicht im steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn (Nummer 3) enthalten.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Unsere Rufnummern

Besoldung für aktive Beamte 0211 6023-03
Entgelt für Tarifbeschäftigte 0211 6023-04
Versorgungsbezüge 0211 6023-05
Beihilfe 0211 6023-06
Kindergeld 0211 6023-07

Sie können auch unser Kontaktformular verwenden.
 

Kontakt

KEINE ERGEBNISSE

Verwandte

Inhalte

Verwandte

Themen

Information

Downloads

KEINE ERGEBNISSE

Links

Zum Thema

Information

Karte