Informationen für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngrundstücken

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Gespeichert von Lea Veelker am 9. Dezember 2021
Fröhliche junge Frau, die gute Nachrichten in einem Brief im Büro liest.

Informationen für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngrundstücken

Aufgrund der Grundsteuerreform ist jede Eigentümerin und jeder Eigentümer eines Grundstücks verpflichtet, eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) elektronisch beim zuständigen Finanzamt einzureichen.

Anfang des Jahres 2022 erhalten Sie von Ihrer Kommune den jährlichen Grundsteuerbescheid. Dieser setzt Ihre aktuell gültige Grundsteuer fest. Bewahren Sie diesen Bescheid auf, damit Sie die Daten (z.B. das Aktenzeichen) zur Erstellung Ihrer Feststellungserklärung in wenigen Monaten griffbereit haben. 
 
Ab Mai erhalten Sie von der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen ein individuelles Informationsschreiben mit Daten, die der Finanzverwaltung vorliegen und die Sie für die Erstellung der Feststellungserklärung benötigen.

Vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2022 müssen Sie die Feststellungserklärung digital bei Ihrem zuständigen Finanzamt einreichen. Dies ist möglich über Ihr Online-Finanzamt ELSTER (www.elster.de). Hierfür wird ein Benutzerkonto benötigt. Falls Sie bereits ein Benutzerkonto, zum Beispiel aufgrund Ihrer Einkommensteuererklärung besitzen, können Sie dieses auch für die Übermittlung Ihrer Feststellungserklärung nutzen. Andernfalls können Sie das Benutzerkonto bereits jetzt unter www.elster.de beantragen.

Hinweis: Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage.

Ab dem 1. Januar 2025 ist dann der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden.

Weitere Informationen werden Ihnen im Laufe des Jahres hier zur Verfügung stehen.

 

Besonderheit: Wohnungseigentümerin bzw. Wohnungseigentümer

Kann meine Grundstücks- bzw. Hausverwaltung die Erklärung für mich erstellen und abgeben?

Ja, Grundstücks- und Hausverwaltungen sind neben Steuerberatungen dazu befugt, für die von ihnen verwalteten Objekte bei den Erklärungen zur Feststellung des Grundsteuerwerts Hilfe in Steuersachen zu leisten.
 
Hierzu gehören unter anderem die folgenden Tätigkeiten:

  • die Abgabe der Erklärung
  • die Entgegennahme der Bescheide
  • die Stellung von Anträgen in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren
  • die Einlegung von Rechtsbehelfen.
Besonderheit: Mit einem Erbbaurecht belastete Grundstücke

Was ist ein Erbbaurecht?

Im Falle eines Erbbaurechts sind Sie berechtigt, ein Bauwerk auf einer Fläche zu haben, die Ihnen nicht gehört. Das Erbbaurecht ist ein grundstücksgleiches Recht und wird im Grundbuch eingetragen. Damit können Sie das Grundstück neu bebauen oder das bereits bestehende Gebäude kaufen und nutzen. Hierfür zahlen Sie einen Erbbauzins. 
 

Wie wird ein mit einem Erbbaurecht belastetes Grundstück bewertet? 

In Fällen, in denen ein Grundstück mit einem Erbbaurecht belastet ist, wird für den Grund und Boden und für gegebenenfalls vorhandene Gebäude ein Gesamtwert ermittelt. Hierbei wird die Belastung mit dem Erbbaurecht nicht beachtet. Es wird der Wert zugrunde gelegt, der festzustellen wäre, wenn die Belastung mit dem Erbbaurecht nicht bestünde.
 
Der Gesamtwert von Grund und Boden sowie Gebäude wird der bzw. dem Erbbauberechtigten zugerechnet. Dies ist die Person, die das Nutzungsrecht für das Grundstück hat. 
 

Wer muss die Grundsteuerwerterklärung abgeben? 

Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts und die Anzeige von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse ist von der bzw. dem Erbbauberechtigten abzugeben. Da im Einzelfall nicht auszuschließen ist, dass bestimmte Informationen nur von der Grundstückseigentümerin bzw. vom Grundstückseigentümer erlangt werden können, ist diese bzw. dieser zur Mitwirkung verpflichtet.
 

Wer erhält den Feststellungsbescheid?

Die Person, die das Nutzungsrecht für das Grundstück hat (Nutzungsberechtigte), erhält den Feststellungsbescheid über den Grundsteuerwert. 

 

 

Besonderheit: Gebäude auf fremdem Grund und Boden

Wann liegt ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden vor?

Ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden liegt beispielsweise vor, wenn Sie sämtliche Kosten zur Errichtung eines Gebäudes auf einem fremden, Ihnen nicht gehörenden Grundstück getragen haben.
 

Wie wird ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden bewertet? 

Für das Gebäude auf fremdem Grund und Boden und das damit belastete Grundstück wird ein Gesamtwert ermittelt. Dieser wird der Eigentümerin bzw. dem Eigentümer des Grund und Bodens zugerechnet.
 

Wer muss die Grundsteuerwerterklärung abgeben?

Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts und die Anzeige von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind von der Eigentümerin bzw. vom Eigentümer des Grund und Bodens abzugeben. Da im Einzelfall nicht auszuschließen ist, dass bestimmte Informationen nur von der Hauseigentümerin bzw. dem Hauseigentümer erlangt werden können, ist diese bzw. dieser zur Mitwirkung verpflichtet.
 

Wer erhält den Feststellungsbescheid?

Der Eigentümer bzw. die Eigentümerin erhält den Feststellungsbescheid über den Grundsteuerwert. 
 

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