Häufige Fragen zur Anzeige einer Steuerhinterziehung

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Gespeichert von Abteilung V am 26. Januar 2016
Gelscheine und Handschellen und schwarze Silhouette

Häufige Fragen zur Anzeige einer Steuerhinterziehung

Sie wissen von einem Fall von Steuerhinterziehung? Dann helfen Sie bei der Aufklärung von Steuerstraftaten. Denn Steuerhinterziehung ist keinesfalls ein Kavaliersdelikt. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema "Anzeige einer Steuerhinterziehung". Selbstverständlich können Sie sich bei weiteren Fragen auch jederzeit an die Finanzämter für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung wenden.

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt

Es ist eine Form der Zivilcourage, bei der Aufklärung von Steuerstraftaten zu helfen, denn:

  • Steuerhinterziehung geht zu Lasten der Allgemeinheit,
  • die ehrlichen Steuerzahler finanzieren die staatlichen Leistungen, die alle in Anspruch nehmen und
  • Steuerhinterziehung schadet nachhaltig der Wirtschaft durch ungerechtfertigte Wettbewerbsvorteile.

Anhaltspunkte für eine Steuerhinterziehung können z. B. sein:

  • Lebenswandel und Vermögens- und Einkommensverhältnisse passen nicht zusammen,
  • private Aufwendungen werden in den betrieblichen Bereich verlagert,
  • Schwarzarbeit,
  • „Strohleute“ werden als Betriebsinhaber, Geschäftsführer, Käufer, Verkäufer u. ä. eingeschaltet.
Was sollten Sie bei der Anzeige einer Steuerhinterziehung beachten?

Die Finanzverwaltung ist gesetzlich verpflichtet, einer Anzeige nachzugehen, sofern diese ausreichende Anhaltspunkte für eine Steuerstraftat enthält. Bitte beachten Sie jedoch, dass aufgrund des Steuergeheimnisses (§ 30 AO) keine Auskünfte über den Stand der Ermittlungen gemacht werden können. Die Durchführung eventueller Ermittlungsmaßnahmen erfolgt in der Regel diskret und ohne Kenntnisnahme der Öffentlichkeit.
Um diese Anhaltspunkte zu erhalten, müssen die Angaben wahr und so konkret wie möglich sein. Auch sollten sie nachprüfbare Details enthalten; die bloße Behauptung, jemand habe Steuern hinterzogen, reicht nicht aus!
Deshalb sind folgende Angaben für die weitere Bearbeitung Ihrer Anzeige wichtig:

  • Wer hat hinterzogen?

Geben Sie bitte den Namen und die Anschrift der an der Hinterziehung beteiligten Personen an.

  • Wodurch wurden Steuern hinterzogen?

Schildern Sie bitte den Sachverhalt möglichst genau.

  • Wann wurde hinterzogen?

Geben Sie bitte den Zeitraum an.

  • Welche Zeugen oder Beweismittel können Sie angeben?

  • Welche Unterlagen können Sie zur Verfügung stellen?

Eine Steuerhinterziehung (oder der Versuch) setzt voraus, dass dem Finanzamt eine falsche Steuererklärung vorliegt oder die Frist für die Abgabe der Steuererklärung abgelaufen ist. Vorher kann es noch nicht zu einer Steuerhinterziehung gekommen sein. Dies bedeutet, dass die Finanzbehörden für Sachverhalte des laufenden Jahres in der Regel noch keine Ermittlungsmöglichkeiten haben, es sei denn, es handelt sich um nicht bzw. mit unrichtigen oder unvollständigen Angaben abgegebene Umsatzsteuervoranmeldungen oder Lohnsteueranmeldungen.
Selbstverständlich können Sie aber auch Angaben zum laufenden Jahr machen. Diese können dann eventuell bei später stattfindenden Prüfungen verwendet werden.
 

Geht das Finanzamt auch einer anonymen Anzeige nach?

Ja. Aber namentliche Anzeigen besitzen in der Regel größere Bedeutung, weil sie Rückfragen ermöglichen.
Mit einer Anzeige setzen Sie sich für mehr Steuergerechtigkeit ein!
Bedenken Sie, dass Sie eine Straftat begehen, wenn Sie eine Person wissentlich falsch verdächtigen oder eine Straftat vorgetäuscht wird.

Wie erstellen Sie eine Anzeige?

Dies ist formlos möglich. Sie können aber auch das vorbereitete Formular benutzen. Bitte drucken Sie hierzu das Formular aus und senden es ausgefüllt an das zuständige Finanzamt/ Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung.

Das für den von Ihnen angezeigten Sachverhalt zuständige Finanzamt können Sie dem Finanzamtsfinder entnehmen.

Haben Sie noch Fragen? Die Finanzämter für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung geben Ihnen gerne Auskunft.
 

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