Infos von A bis Z

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Stichwort Glossar im Wörterbuch

Infos von A bis Z

Auf dieser Seite finden Sie relevante Stichwörter kurz und knapp erläutert. Soweit für einzelne Stichworte weitere Informationen oder Unterlagen zur Verfügung stehen, wird darauf hingewiesen bzw. direkt verlinkt.

A wie Abgeltungsteuer bis D wie Dauerfristverlängerung

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungsteuer ist eine Steuer Erhebungsform der Einkommensteuer auf Kapitalerträge, die einheitlich 25 Prozent beträgt. Sobald die Kapitalertragsteuer (KapESt) zzgl. Zuschlagsteuern einbehalten wurde, gilt die Steuerpflicht für den Privatanleger in der Regel als abgegolten. Das heißt: Bereits versteuerte Kapitalerträge müssen grundsätzlich nicht mehr in der jährlichen Einkommensteuererklärung aufgeführt werden. Informationen zum Thema Besteuerung von Kapitalerträgen finden Sie hier.

Außergewöhnliche Belastungen

Außergewöhnliche Belastungen sind Ausgaben im privaten Lebensbereich, die aufgrund besonderer Umstände zwangsläufig anfallen, z. B. die Ausgaben, die durch Krankheit, Behinderung oder Unwetterschäden entstehen. Auch Bestattungskosten können außergewöhnliche Belastungen sein, wenn sie nicht aus dem Nachlass bestritten werden können. Außergewöhnliche Belastungen können Sie, soweit sie Ihnen nicht ersetzt werden, unter Berücksichtigung einer zumutbaren Belastung vom Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte abziehen. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.


Bauabzugssteuer

Die Bauabzugssteuer stellt eine besondere Form der Steuererhebung dar, um die ertragsteuerlichen Steueransprüche bei Bauleistungen sicherzustellen. Danach sind Unternehmer im Sinne des § 2 UStG sowie juristische Personen des öffentlichen Rechtes als Auftraggeber von Bauleistungen verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen 15 Prozent des Rechnungsbetrages einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen .Weitere Informationen finden Sie hier.

Beamtenversorgung

Bei der Versorgung der Beamtinnen und Beamten handelt es sich um ein eigenständiges System der sozialen Sicherung, das die Bereiche der Alters- und Invaliditätssicherung, Hinterbliebenenversorgung und Unfallfürsorge umfasst. Die Kompetenz für die Regelung der Versorgung liegt  beim Bund für die Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten und bei den einzelnen Ländern für ihre Landesbeamtinnen und Landesbeamten sowie die Beamtinnen und Beamten der Kommunen. Die gesetzliche Ausgestaltung der Versorgung der Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter des Landes Nordrhein-Westfalen findet sich im Landesbeamtenversorgungsgesetz (LBeamtVG NRW).

Weitere Informationen zum Thema Versorgung der Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie auf der Internetseite des Landesamts für Besoldung und Versorgung NRW.

Beihilfe

Informationen zum Thema Beihilfe finden Sie auf der Internetseite des Landesamts für Besoldung und Versorgung NRW.

Besoldung

Als Besoldung werden die Bezüge der Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter bezeichnet. Sie bestehen vornehmlich aus dem Grundgehalt, das bei gegebenen Voraussetzungen durch weitere Bezügebestandteile, z. B. Familienzuschlag und Zulagen, ergänzt wird.

Grundlage der Besoldung ist das sogenannte Alimentationsprinzip. Es gehört zu den verfassungsrechtlich gewährleisteten hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums (Artikel 33 Absatz 5 des Grundgesetzes).

Mit der Föderalismusreform I im Jahre 2006 ist die gesetzgeberische Zuständigkeit für die Besoldung von Landesbeamtinnen und Landesbeamten, Beamtinnen und Beamten der Kommunen sowie Richterinnen und Richter vom Bund auf die Länder übergegangen.
In Nordrhein-Westfalen ist die Besoldung der Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter im Wesentlichen im Landesbesoldungsgesetz (LBesG) geregelt.

Weitere Informationen zum Thema Besoldung der Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie auf den Internetseiten des Landesamts für Besoldung und Versorgung (LBV) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Betriebsausgaben

Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch Ihren Betrieb veranlasst sind. Weitergehende Informationen für Gewerbetreibende, Selbstständige und Land- und Forstwirte finden Sie unter den Steuertipps für Existenzgründerinnen und Existenzgründer.   


Datenschutz

Die elektronische Steuererklärung "Elster" ist für Datenschutz und Datensicherheit ausgezeichnet worden. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat der „ElsterOnline Client Server Architektur“ (ElsterOnline) ihr Datenschutz-Gütesiegel Schleswig-Holstein verliehen und damit bescheinigt, dass das System die persönlichen Angaben gegen Missbrauch schützt. Das Datenschutz-Gütesiegel Schleswig-Holstein wird seit 2001 an Produkte verliehen, die den Anforderungen von Datenschutz und Datensicherheit entsprechen.
Die Datenschutzhinweise der Internetseiten der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung finden Sie hier.

Dauerfristverlängerung

Grundsätzlich muss ein Unternehmer bis zum zehnten Tag nach Ablauf jedes Voranmeldungszeitraumes eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Für diese Frist kann eine Dauerfristverlängerung beantragt werden. Wird eine Dauerfristverlängerung erteilt, kann die Umsatzsteuervoranmeldung einen Monat nach der ursprünglichen Abgabefrist beim Finanzamt eingereicht werden. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Umsatzsteuer.

 

E von E-Bilanz bis Erbschaftsteuer

E-Bilanz

E-Bilanz steht für elektronische Bilanz.

Einnahmenüberschussrechnung

Die Gewinnermittlungsart im Sinne des § 4 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist die Einnahmenüberschussrechnung. Der Gewinn wird dabei durch Abzug der Betriebsausgaben von den Betriebseinnahmen ermittelt. Der Artikel Steuertipps für Existenzgründerinnen und Existenzgründer hält hierzu einige Informationen bereit.

ELStAM

Die Papier-Lohnsteuerkarte wurde durch das sogenannte ELStAM-Verfahren ersetzt. ELStAM steht für Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM). Bei den ELStAM handelt es sich um die Angaben, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte zu finden waren  und die der Arbeitgeber benötigt, um die Steuerabzugsbeträge zutreffend zu ermitteln (zum Beispiel Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal). Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale, z. B. die Berücksichtigung von Freibeträgen, können beim Finanzamt beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links für Arbeitgeber und für Arbeitnehmer.

Elster

Elster steht für "Elektronische Steuererklärung". Weitere Informationen finden Sie hier.

Erbschaftsteuer

Ein Erwerb von Todeswegen unterliegt der Erbschaftsteuer. Weiter Informationen finden Sie hier.
Vordrucke finden Sie auf der Seite der OFD Niedersachsen.
 


F wie Ferienjobs bis H wie haushaltsnahe Dienstleistungen

Ferienjobs

Arbeitslohn aus Ferienjobs führt oftmals nicht zu einer Steuerpflicht, da die Einkünfte unter dem Grundfreibetrag liegen. Vom Arbeitgeber einbehaltene Lohnsteuer können sich die Ferienjobber  nach Ablauf des Kalenderjahres vom Finanzamt erstatten lassen. Dazu müssen sie eine Einkommensteuererklärung abgeben.
Bei einem Minijob kann der Arbeitgeber Lohnsteuer pauschal einbehalten.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier und in der Broschüre „Steuertipps für Schülerinnen, Schüler und Studierende“.

Formular-Management-System (FMS) der Bundesfinanzverwaltung

Auf der Webseite der Bundesfinanzverwaltung werden interaktive Formulare der Bundesfinanzverwaltung zur Verfügung gestellt - Sie finden dort die meisten Steuerformulare.

Welche Möglichkeiten haben Sie, ein Formular zu finden?

Das Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung stellt verschiedene Optionen zum Suchen von Formularen zur Verfügung:

  1. Das Suchformular zur Formularsuche finden Sie in der Menüleiste (links) unter dem Unterpunkt "Suchen". Im Suchformular können Sie nach einem Suchbegriff im Titel, nach Autor und Schlüsselwörter des Formulars suchen.
  2. Alternativ können Sie auf der Homepage des Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung im Suchfeld oben rechts direkt den Suchbegriff eingeben.
  3. Oder Sie klicken in der Menüleiste direkt auf den Unterpunkt "Formulare A-Z". Dort können Sie sich eine Auflistung aller Formulare des Formularcenters nach Themenbereichen geordnet anzeigen lassen. Diese werden Ihnen in alphabetischer Sortierung angeboten. Durch Auswahl eines Ordners der Themenbereiche können Sie entweder den Themenbereich verfeinern oder Sie bekommen alle zugehörigen Formulare angezeigt.

Hier gelangen Sie direkt zum Formular-Management-System (FMS) der Bundesfinanzverwaltung.


Gewerbesteuer

Informationen zur Gewerbesteuer (GewSt) finden Sie hier: Alles was Sie zur Gewerbesteuer wissen sollten.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer (GrESt) ist eine Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks oder Grundstückanteils anfällt. Sie wird auf Grundlage des Grunderwerbsteuergesetzes erhoben und ist eine Ländersteuer. In NRW beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 %. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.


Haushaltsnahe Dienstleistungen

Beauftragen Sie eine Firma oder einen Selbstständigen mit der Durchführung von Arbeiten in Ihrem privaten Haushalt, können Sie im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung eine Steuerermäßigung beantragen. Voraussetzung ist, dass Sie eine Rechnung erhalten haben und der Rechnungsbetrag auf das Konto des Dienstleisters überwiesen worden ist.
Die Steuerermäßigung wird nur für den sich aus der Rechnung ergebenden Arbeitslohn zuzüglich Fahrtkosten und der darauf entfallenden Umsatzsteuer gewährt.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Artikel: Steuertipps für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

I wie Identifikationsnummer bis J wie Jahressteuer

Identifikationsnummer

Die sogenannte Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) gibt es seit 2008 und begleitet jeden Deutschen ein Leben lang. Bereits Babys bekommen diese Identifikationsnummer zugeteilt, die unveränderbar, eindeutig und dauerhaft ist. Sie verändert sich nie, egal ob jemand umzieht, heiratet oder sich scheiden lässt. Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), verwaltet alle Steuer-IDs und die dazugehörigen Daten wie Ihren vollständigen Namen, Tag und Ort Ihrer Geburt und Ihre aktuelle Anschrift. Sie sollten Ihre Steuer-ID immer bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen an das Finanzamt angeben, am besten gleich in dem Betreff.

Wenn Sie Ihre Steueridentifikationsnummer vergessen haben oder sie nicht mehr finden können, schauen Sie einfach auf Ihrem letzten Steuerbescheid oder Ihrer Lohnsteuerbescheinigung nach. Dort ist die Steuer-ID in der Regel vermerkt.

Sie haben Ihre Steuer-ID verloren?  Dann können Sie sich an das BZSt wenden: Identifikationsnummer verloren.


Jahressteuer

Steuerarten, bei denen die Grundlage der Besteuerung jeweils für ein Kalenderjahr ermittelt wird. Die bedeutendsten Jahressteuern sind die Einkommensteuer, die Umsatzsteuer, die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer.


 

K wie Kfz-Steuer bis L wie Lohnsteuerkarte

Kfz-Steuer

Seit dem 14. Februar 2014 ist der Zoll, genauer gesagt sind die Hauptzollämter für die Kfz-Steuer zuständig. Nur die jeweils zuständigen Hauptzollämter können Ihnen bei Fragestellungen Hilfe leisten. Dies gilt auch für Rückfragen zu Schreiben zum Lastschrifteinzugsverfahren.

Bitte wenden Sie sich an Ihr zuständiges Hauptzollamt. Eine aktuelle Übersicht der zuständigen Hauptzollämter finden Sie unter: www.zoll.de. Dort finden Sie auch Informationen zum Lastschriftverfahren.

Ihre Kfz-Steuer können Sie hier berechnen: Kfz-Steuerrechner

Kfz-Versteigerung NRW

Weitere Informationen zu diesem Thema  und Termine finden Sie auf der Seite der Oberfinanzdirektion NRW.

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer ist eine Steuer, die steuerberechtigte Religionsgemeinschaften von ihren Mitgliedern zur Finanzierung des allgemeinen Kirchenbedarfs erheben. Wenn Sie einer Religionsgemeinschaft angehören, die Kirchensteuer erheben darf, wird die Kirchensteuer vom Einkommen bei Arbeitnehmern im Lohnabzugsverfahren direkt vom Arbeitgeber einbehalten und abgeführt, beim Steuerabzug vom Kapitalertrag von der Bank eingezogen (siehe nächstes Stichwort) und in sonstigen Fällen (z. B. nur Rentenbezug) von den Finanzämtern festgesetzt. Die Einnahmen fließen der jeweiligen Kirche zu.

Einbehalt von Kirchensteuer zur Kapitalertragsteuer

Seit Januar 2015 wird bei allen zufließenden Kapitalerträgen automatisch die Kirchensteuer abgezogen, sofern den Banken kein Widerspruch des Kunden zur Übermittlung der Religionszugehörigkeit an die Finanzverwaltung vorliegt (sog. Sperrvermerk). Banken bzw. Versicherungsinstitute sind verpflichtet einmal im Jahr (vom 1. September bis 31. Oktober) bei dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) für alle Kunden die Kirchensteuerpflicht und die Religionszugehörigkeit abzufragen (sogenannte Regelabfrage). Diese Information gilt für den Steuerabzug des folgenden Kalenderjahres. Das automatisierte Verfahren wird vom BZSt betreut. Für Fragen steht Ihnen das Info-Center beim BZSt als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung, das telefonisch unter 0228/406 – 1240 erreichbar ist. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BZSt.

Erstattung der Kirchensteuer bei Abfindung

Nahezu alle evangelischen Landeskirchen und die katholischen (Erz)Bistümer in Nordrhein-Westfalen erstatten bei Abfindungszahlungen auf Antrag einen Teil der Kirchensteuer.
Die entsprechende Informationsbroschüre sowie den Antrag auf Erstattung können Sie im Downloadbereich runterladen.

Körperschaftsteuer

Die Steuer auf das Einkommen von juristischen Personen wie beispielsweise Kapitalgesellschaften oder Vereinen nennt man Körperschaftsteuer.
Sie beträgt 15 Prozent des zu versteuernden Einkommens.
Sämtliche Formulare zum Downloaden und Ausdrucken finden Sie hier: Körperschaftsteuer

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer wird als Quellensteuer auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erhoben. Der Arbeitgeber behält die Lohnsteuer von Lohn und Gehalt seiner Arbeitnehmer/-innen ein und führt sie an das örtliche Finanzamt ab. Weitere Informationen zum Thema Lohnsteuer finden Sie hier als Arbeitgeber/-in und hier als Arbeitnehmer/-in.

Lohnsteuerkarte

Die Lohnsteuerkarte ist seit 2013 elektronisch. Unter dem Namen "ELStAM" (für "Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale") werden den Arbeitgebern alle Merkmale für den Lohnsteuerabzug vom Finanzamt digital übermittelt. Eine Vorlage von Papierbescheinigungen durch den Arbeitnehmer ist seit 2013 grundsätzlich nicht mehr vorgesehen.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema ELStAM für Arbeitgeber und für Arbeitnehmer.

M wie Mitwirkungspflicht bis Q wie Quellensteuer

Mitwirkungspflicht

Steuerpflichtige sind zur Mitwirkung bei der Ermittlung des steuerlich bedeutsamen Sachverhalts verpflichtet.


Nichtveranlagungsbescheinigung

Eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) dient als Vorlage für die Bank, damit keine Kapitalertragsteuer auf Kapitalerträge einbehalten wird. Die NV-Bescheinigung müssen Sie bei Ihrem Finanzamt per Formular beantragen. Das Finanzamt kann eine NV-Bescheinigung ausstellen, wenn davon auszugehen ist, dass bei Berücksichtigung der Kapitalerträge keine Steuer festgesetzt wird - in der Regel, wenn das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt.


Progressionsvorbehalt

Gewisse steuerfreie Einkünfte/Leistungen (z. B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld) bleiben zwar bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens außer Ansatz. Sie können jedoch Auswirkung auf den Steuersatz haben, der auf das steuerpflichtige zu versteuernde Einkommen anzuwenden ist. Diese steuerfreien Einkünfte/Leistungen beeinflussen somit trotz Steuerfreiheit die Höhe der Steuerschuld.


Quellensteuer

Besondere Technik der Steuererhebung, bei der die Steuer direkt an der Quelle einbehalten wird. Ein solches Verfahren wird z. B. bei der Lohnsteuer oder bei der Kapitalertragsteuer angewendet.

R wie Rente bis U wie Umsatzsteuer-Anwendungserlass

Rente

Seit dem 1. Januar 2005 gilt das sogenannte Alterseinkünftegesetz. Nach dieser Regelung sind Renten zu versteuern. Die Renten werden damit schrittweise den Pensionen gleichgestellt. Ab dem 1. Januar 2005 wird die Rente zu 50 % versteuert, in den Folgejahren steigt der zu versteuernde Anteil der Rente an, bis im Jahr 2040 die gesamte Rente zu versteuern ist. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.


Schenkungsteuer

Der Erwerb durch Schenkung unter Lebenden unterliegt der Schenkungsteuer. Die Schenkungsteuer und die Erbschaftsteuer ergänzen einander und unterliegen im Wesentlichen denselben Regeln. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: Erbschaften, Schenkungen und das Finanzamt.

Sonderausgaben

Bei der Ermittlung Ihres zu versteuernden Einkommens können Sie bestimmte Aufwendungen, die Ihren privaten Lebensbereich betreffen und somit keine Werbungkosten oder Betriebsausgaben darstellen, aufgrund von Sondervorschriften (§§ 10 ff. EStG) steuermindernd geltend machen. Es wird zwischen den unbeschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben, die in unbegrenzter Höhe abgezogen werden können und den beschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben, die nur im Rahmen bestimmter Höchstbeträge geltend gemacht werden können unterschieden.
Zu den unbeschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben gehört z. B. die Kirchensteuer.
Zu den beschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben gehören beispielsweise: 

  • Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten,
  • Vorsorgeaufwendungen,
  • Spenden und
  • Kinderbetreuungskosten.

 Weitere Informationen zum Thema Sonderausgaben finden Sie in dem Artikel: Steuertipps für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.


Umsatzsteuer

Die Begriffe Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer bezeichnen beide dieselbe Steuerart. Vor Einführung des Umsatzsteuergesetzes 1973 wurde die Umsatzsteuer als Mehrwertsteuer bezeichnet.
Die Umsatzsteuer gehört zu den Verkehrssteuerarten. Sowohl private Verbraucher als auch sowie öffentliche Verbraucher werden beim Kauf von Gütern und Leistungen mit der Umsatzsteuer belastet. Unternehmer können die Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen. Mehr Informationen zum Thema Umsatzsteuer finden Sie hier.

Umsatzsteuer-Anwendungserlass

Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) ersetzt seit dem 1. November 2010 die Umsatzsteuer-Richtlinie 2008. Die konsolidierte Fassung enthält - mit entsprechenden erläuternden Fußnoten - die Regelungen aller BMF-Schreiben, die zu Änderungen des UStAE nach dem 31. Oktober 2010 geführt haben. Die aktuelle Fassung kann auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) heruntergeladen werden.


V wie Veranlagung bis Z wie Zahlungsverkehr

Veranlagung

Verwaltungsverfahren, in dem das Finanzamt in der Regel anhand der Steuererklärung die Steuerschuld ermittelt. Nach Abschluss der Steuerveranlagung ergeht der Steuerbescheid.

Veräußerungsanzeige

Amtliche Anzeige über die Veräußerung von unbebauten und/oder bebauten Grundstücken. Den Vordruck sowie ein Merkblatt über die steuerlichen Beistandspflichten der Notare steht Ihnen unter Infos für Angehörige der steuerberatenden Berufe zum kostenlosen Download bereit.

Vereine

Vereine, die nach ihrer Satzung gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung (AO) verfolgen, können beim Finanzamt einen formlosen Antrag auf Erlass eines Feststellungsbescheides nach § 60a AO stellen. Einen Vordruck hierfür gibt es nicht. Der Feststellungsbescheid ist bei neu gegründeten Vereinen Voraussetzung für die Berechtigung zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen. Mehr Informationen zum Thema Vereine finden Sie hier.

Versorgung

siehe unter: B wie Beamtenversorgung.

Vorauszahlung

eine Abschlagszahlung auf die voraussichtliche Jahressteuerschuld.
Sie wird durch einen gesonderten Vorauszahlungsbescheid festgesetzt und ist im Regelfall vier mal jährlich zu entrichten.
 


Werbungskosten

Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung  und Erhaltung  der Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie sonstigen Einkünften im Sinne des § 22 Einkommensteuergesetz. Haben Sie also z. B. Aufwendungen, die Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit als Arbeitnehmer/-in entstehen und die der Erwerbung, Sicherung bzw. Erhaltung dieser Einnahmen dienen, sind sie als Werbungskosten abzugsfähig. Voraussetzung ist jedoch, dass Ihre Aufwendungen nicht von Ihrem Arbeitgeber erstattet werden. Weiterhin darf der Abzug nicht gesetzlich ausgeschlossen ein. Tipps für Arbeitnehmer/-innen finden Sie hier.


Zahlungsverkehr

Zur Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs innerhalb des EURO-Raumes wurde zum 1. Februar 2014 das SEPA-Lastschriftverfahren (Single Euro Payments Area) eingeführt. Kontonummer und Bankleitzahl wurden durch IBAN (International Bank Account Number = internationale Bankkontonummer) und BIC (Business Identifier Code) ersetzt.
SEPA Vordrucke finden Sie im Bereich Service/Vordrucke.
 

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