Neuerungen bei der elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen und Gewinnermittlungen

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Vordruck Einkommensteuererklärung als Einkaufszettel
13. Februar 2018

Neuerungen bei der elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen und Gewinnermittlungen

Wegfall der komprimierten Steuererklärung

Die Digitalisierung in der Finanzverwaltung schreitet weiter voran. Seit dem 1. Januar 2018 wurden Neuerungen bei der elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen und Gewinnermittlungen sowie bei der Übermittlung durch Angehörige der steuerberatenden Berufe (Steuerberater, Lohnsteuerhilfevereine etc.) wirksam, die den Prozess der Digitalisierung weiter unterstützen.
 
ELSTER – Die elektronische Steuererklärung

Mit ELSTER (Elektronische Steuererklärung) können Steuererklärungen elektronisch entweder "authentifiziert" oder "komprimiert" an das Finanzamt übermittelt werden. Bei dem authentifizierten und vollkommen papierlosen Verfahren wird die eigenhändige Unterschrift durch eine elektronische Signatur ersetzt. Hierfür wird ein Sicherheitszertifikat (ELSTER-Zertifikat) benötigt. Für dieses Zertifikat ist die vorherige, einmalige Registrierung bei "Mein ELSTER" unter www.elster.de erforderlich. Bei der komprimierten Steuererklärung muss zusätzlich zur elektronischen Übersendung der Daten ein Papierausdruck mit Unterschrift nachgereicht werden.
 
Unternehmenssteuererklärungen

Bereits seit dem Veranlagungszeitraum 2011 sind Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte und selbstständig Tätige gesetzlich verpflichtet, ihre Steuererklärungen elektronisch abzugeben. Beginnend mit den Steuererklärungen für das Jahr 2017 dürfen Unternehmenssteuererklärungen, wie zum Beispiel die Umsatzsteuererklärung oder die Gewerbesteuererklärung, nur noch authentifiziert (mit einem ELSTER-Zertifikat) übermittelt werden. Die bisher bestehende Möglichkeit, solche Steuererklärungen komprimiert (mit nachgereichtem unterschriebenen Papierausdruck) einzureichen, ist entfallen.
 
Gewinnermittlungen

Außerdem sind ab dem Veranlagungszeitraum 2017 alle Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, verpflichtet, die Anlagen EÜR und ggf. die Anlagen AVEÜR oder AVSE zu verwenden und ebenfalls elektronisch authentifiziert an das Finanzamt zu übermitteln. Die bisherige Regelung, nach der bei Betriebseinnahmen von weniger als 17.500 Euro die Abgabe einer formlosen Gewinnermittlung ausreichte, läuft damit aus.
Die Änderung betrifft auch Nebeneinkünfte. Auch Betreiber von Photovoltaik-Anlagen sind deshalb verpflichtet, ihre Gewinnermittlungen und Steuererklärungen elektronisch authentifiziert an das Finanzamt zu versenden.
 
Einkommensteuererklärungen

Auch Einkommensteuererklärungen für das Jahr 2017, die unter Mitwirkung eines Angehörigen der steuerberatenen Berufe erstellt werden, dürfen ebenfalls nur noch elektronisch authentifiziert übermittelt werden.
 
Für steuerlich nicht beratene Steuerbürger, die keine Gewinneinkünfte haben (also keine Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft oder selbstständiger Tätigkeit, egal ob haupt- oder nebenerwerblich) und ihre Einkommensteuererklärungen eigenständig erstellen, ändert sich nichts. Sie können ihre Steuererklärung weiterhin in Papierform oder elektronisch in komprimierter Form einreichen. Um alle Vorteile der elektronischen Steuererklärung, wie zum Beispiel den Belegabruf, nutzen zu können, empfiehlt die Finanzverwaltung jedoch die Nutzung eines ELSTER-Zertifikats.
 
Das kostenlose ELSTER-Zertifikat erhalten Interessierte mit der Registrierung bei "Mein ELSTER" unter www.elster.de. Das Zertifikat kann mit allen bekannten Softwareprogrammen oder mit den von der Finanzverwaltung unter "Mein ELSTER" ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellten Leistungen genutzt werden. Da der Registrierungsprozess wegen des einmalig erforderlichen Briefversands zur persönlichen Identifizierung bis zu zwei Wochen dauern kann, sollten die von der Neuregelung Betroffenen frühzeitig die Registrierung vornehmen.
 
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.elster.de.
 

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