Informationen für Land- und Forstwirte

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Traktor düngt das Feld

Informationen für Land- und Forstwirte

​Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft unterliegen in Deutschland der Einkommensteuer. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft können durch die planmäßige Nutzung der Naturkräfte, vor allem des Bodens, erzielt werden. Ziel der planmäßigen Nutzung ist das Erlangen ersetzbarer Stoffe, die sich mit Hilfe der Naturkräfte erneuern, sowie die Verwertung der gewonnenen pflanzlichen und tierischen Erzeugnisse durch Verkauf.

Das Einkommensteuergesetz sieht unter anderen in den §§ 13, 13a, 14 und 14a spezielle gesetz­liche Regelungen für Land- und Forstwirte vor. Insbesondere im Bereich der Gewinn­ermittlung gelten für Land- und Forstwirte Besonderheiten (z. B. Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen, abweichendes Wirtschaftsjahr). Neben den steuerlichen Sonderregelungen sind bei der Besteuerung von Land- und Forstwirten Spezialkenntnisse erforderlich und praktische Erfahrungen hilfreich. Aus diesem Grunde hat die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen spezielle Schwerpunktfinanzämter errichtet.
Haben Sie als Land- und Forstwirt Fragen zu Ihrer Besteuerung, dann können Sie sich gerne an Ihr Schwerpunktfinanzamt wenden. Unsere Spezialisten vor Ort werden Sie mit Rat und Tat unterstützen.

So finden Sie das für Sie zuständige Finanzamt.

Ob Ihr Finanzamt  vor Ort, dass für Sie zuständige Finanzamt zum Thema Land- und Forstwirtschaft ist oder ob für Sie ein Schwerpunktfinanzamt zuständig ist, finden Sie ganz einfach über den Finanzamtfinder heraus.

Geben Sie in der Suchmaske des Finanzamtsfinders einfach den Namen Ihres Finanzamts ein und klicken Sie auf "Suche". Dann erscheint der Name Ihres Finanzamts. Öffnen Sie die Seite des Finanzamts und scrollen Sie die Seite runter bis zum Punkt "Informationen". Dort finden Sie den Reiter "Weitere zuständige Finanzämter mit Sonderaufgaben"- klicken Sie diesen auf. Sollte ein anderes Finanzamt das Thema Land- und Forstwirtschaft bearbeiten, dann sind die Kontaktdaten dort aufgeführt. 

Hier kommen Sie zum Finanzamtsfinder.

Aktuelle Informationen

Mit Gesetz vom 20.12.2016 sollte die neue Steuerabschnitt übergreifende Tarifglättungsregelung in das Einkommensteuergesetz (§§ 32c, 36 Abs. 2 Nr. 3 EStG n.F.) eingeführt werden. Die Regelung sieht durch Ermittlung einer fiktiven tariflichen Einkommensteuer eine Steuerermäßigung bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft vor.
Mit der gesetzlichen Neuregelung sollen Gewinnschwankungen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben nachträglich durch eine individuelle Steuerermäßigung korrigiert werden (Tarifglättung). Das wird technisch dadurch erreicht, indem die Gewinne und Verluste in Dreijahreszeiträumen (beginnend mit den Veranlagungszeiträumen 2014 bis 2016) zusammengefasst und hieraus eine fiktive steuerliche Belastung ermittelt wird. Ist die fiktive steuerliche Gesamtbelastung gegenüber der regulären Besteuerung geringer, wird der Differenzbetrag als Steuerermäßigung im dritten Jahr (erstmalig im Jahr 2016) gewährt. Es kann sich aber auch ein Erhöhungsbetrag ergeben.
Die neuen Vorschriften zur Tarifglättung dürfen aber erst berücksichtigt werden, wenn die Europäische Kommission durch Beschluss feststellt, dass die Regelungen entweder keine Beihilfen oder mit dem Binnenmarkt vereinbare Beihilfen darstellen. Die Entscheidung der Europäischen Kommission steht noch aus. Derzeit ergehen daher alle Veranlagungen ohne Berücksichtigung der Tarifglättung unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Nach Inkrafttreten der Regelungen erfolgt eine Berücksichtigung von Amts wegen; ein Einspruch oder Änderungsantrag ist insoweit nicht erforderlich.

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