Allgemeine Informationen zu Alterseinkünften und der Besteuerung

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Rente mit Srabblesteinen gelegt

Allgemeine Informationen zu Alterseinkünften und der Besteuerung

Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen einen ersten Überblick über das Thema Alterseinkünfte und deren Besteuerung geben. Weitergehende Informationen zum Thema finden Sie auch in der Broschüre „Steuertipps für Menschen mit besonderen Bedürfnissen aufgrund einer Behinderung und für Menschen im Ruhestand“, die auf der rechten Seite zum kostenlosen Download bereitsteht. Bitte beachten Sie, dass eine Ermittlung der steuerpflichtigen Einkünfte von Amtswegen erfolgt. Sie müssen selbst keine Berechnung Ihrer steuerpflichtigen Alterseinkünfte vornehmen.

Allgemeines zur Besteuerung der Alterseinkünfte

Warum wurde die Besteuerung der Alterseinkünfte neu geregelt?

Die Besteuerung der Alterseinkünfte wurde zum 1. Januar 2005 durch das Alterseinkünftegesetz neu geregelt. Ziel dieser neuen Regelung ist, Renten und Pensionen schrittweise gleichzustellen.

Was versteht man unter der sogenannten „nachgelagerten Besteuerung“?

In der aktiven Erwerbsphase können Aufwendungen zur Alterssicherung seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes am 1. Januar 2005 in größeren Umfang steuermindernd geltend gemacht werden. Die Altersvorsorge wird damit – langfristig gesehen – grundsätzlich aus steuerunbelastetem Einkommen aufgebaut. Im Gegenzug werden die Altersbezüge von Rentnern und Pensionären dann in der Auszahlungsphase, also in der Regel im Alter, besteuert.

Besteuerung von Leibrenten und Leistungen aus gesetzlichen Alterssicherungssystemen

Was sind Leibrenten und Leistungen aus „gesetzlichen Alterssicherungssystemen“?

Hierzu zählen Renten, Teilrenten aber auch Einmalzahlungen aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, der landwirtschaftlichen Alterskasse, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und den „Rürup“-Rentenversicherungen.

Bis zu welcher Rentenhöhe fällt für diese Leibrenten keine Steuer an?

Wird ausschließlich eine Rente aus einem gesetzlichen Alterssicherungssystem (z. B. Altersrente, Witwen-/Witwerrente oder Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung) bezogen und liegen daneben keine weiteren Einkünfte – auch keine Renten aus der betrieblichen Altersversorgung oder aus privaten Versicherungsverträgen  vor, müssen vielfach auch künftig auf die Rente keine Steuern gezahlt werden. Übersteigt beispielsweise bei einem alleinstehenden Rentner (Rentenbeginn 2005 oder früher) im Jahr 2016 die monatliche Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht den Betrag von 1.448 € (1. Halbjahr 2016) bzw. 1.534 € (2. Halbjahr 2016), fällt keine Steuer an. Bei Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern verdoppeln sich diese Beträge. Die maximale Höhe der steuerunbelasteten Jahresbruttorente kann der vom Bundesministerium der Finanzen bereitgestellten Übersicht entnommen werden.

Wenn neben der Rente aus den gesetzlichen Alterssicherungssystemen noch weitere Einkünfte bezogen werden (z. B. Arbeitslohn, Werkspension oder Betriebsrente, Mieteinkünfte), können Steuern auch dann anfallen, wenn die Rente niedriger ist als die in der vorgenannten Übersicht ausgewiesenen steuerunbelasteten Rentenzahlungen. Bei Zweifelsfragen sollten weitere Informationen eingeholt werden (z. B. bei einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe oder bei Ihrem Finanzamt).
 

Wie hoch ist der Besteuerungsanteil für diese Leibrenten/Leistungen?

Für jede Rente ist der der Besteuerung unterliegende Anteil (Besteuerungsanteil) nach dem Jahr des Rentenbeginns zu ermitteln; er bleibt grundsätzlich für die gesamte Laufzeit der Rente bestehen. Bei Rentenbeginn 2005 oder früher beträgt der Besteuerungsanteil 50 %. Für jeden neuen Rentnerjahrgang wird der Besteuerungsanteil schrittweise erhöht, bis er im Jahr 2040 100 % beträgt. Der nachfolgenden Tabelle kann der jeweilige Besteuerungsanteil entnommen werden:
 

Jahr des
Renten-
beginns
Besteuerungs-
anteil
in %
bis 2005  50
ab 2006  52
2007  54
... ...
2014  68
2015  70
2016  72
2017  74
2018  76
2019  78
2020  80
... ...
2038  98
2039  99
2040 100

Welches Jahr ist für den Besteuerungsanteil maßgebend?

Der Besteuerungsanteil bestimmt sich grundsätzlich nach dem Jahr des Rentenbeginns. Hierunter ist der Zeitpunkt zu verstehen, ab dem die Rente (ggf. nach rückwirkender Zubilligung) tatsächlich bewilligt wird (siehe Rentenbescheid).

Wie wird der steuerfreie Teil der Rente ermittelt?

Der steuerfreie Teil der Rente ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Jahresbetrag der Rente und dem der Besteuerung unterliegenden Anteil der Rente. Er wird in dem Jahr ermittelt, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt, da in diesem Jahr erstmalig eine „volle“ Jahresrente gezahlt wird. Der Rentenfreibetrag wird in Euro grundsätzlich dauerhaft festgeschrieben. Bei Renten, die vor dem 1. Januar 2005 begonnen haben, ist der steuerfreie Teil des Jahres 2005 maßgebend.

Beispiel:

Rentner A bezieht seit dem 1. Mai 2010 eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 1.000 €/Monat. Eine regelmäßige Rentenanpassung ist in den Jahren 2010, 2011 und 2012 nicht erfolgt. Im Jahr 2013 erfolgt eine regelmäßige Rentenanpassung; ab 1. Juli 2013 beträgt die monatliche Rente 1.020 €.

Im Jahr 2010 ermittelt sich der der Besteuerung unterliegende Anteil wie folgt:

Jahresbetrag der Rente:    1.000 € * 8 Monate =             8.000 €
Besteuerungsanteil 60 %   4.800 €
steuerfrei bleiben im ersten Jahr des Rentenbezugs 3.200 €
der Besteuerung unterliegender Anteil der Rente 4.800 €

Im Jahr 2011 (= Jahr, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt), ermittelt sich der der Besteuerung unterliegende Anteil der Rente sowie der Rentenfreibetrag wie folgt:

Jahresbetrag der Rente: 1.000 € x 12 Monate =                      12.000 €
abzüglich der Besteuerung unterliegender Anteil (60 %) - 7.200 €
= steuerfreier Teil der Rente   4.800 €
   

Im Jahr 2011 beträgt der der Besteuerung unterliegende Anteil der Rente 7.200 €; der Rentenfreibetrag in Höhe von 4.800 € wird für die künftigen Jahre festgeschrieben.

Im Jahr 2012 unterliegt folgender Betrag der Besteuerung:

Jahresbetrag der Rente:    1.000 € x 12 Monate =                      12.000 €
abzüglich steuerfreier Teil der Rente - 4.800 €
= der Besteuerung unterliegender Anteil der Rente                 7.200 €

Im Jahr 2013 unterliegt folgender Betrag der Besteuerung:

Jahresbetrag der Rente: 1.000 € x 6 Monate + 1.020 € x 6 Monate =   12.120 €  
abzüglich steuerfreier Teil der Rente - 4.800 €
= der Besteuerung unterliegender Anteil der Rente   7.320 €

In 2013 unterliegt die Rente in Höhe von 7.320 € der Besteuerung; hierin enthalten ist die regelmäßige Rentenanpassung in Höhe von 120 €, die in vollem Umfang zu besteuern ist.

Wann ist der steuerfreie Teil der Rente neu zu berechnen?

Der steuerfreie Teil der Rente ist neu zu berechnen, wenn sich der Jahresbetrag der Rente ändert und es sich hierbei um keine regelmäßige Rentenanpassung – wie die jährliche Rentenerhöhung – handelt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich die Rentenhöhe wegen anzurechnender Einkünfte ändert oder Renten nach- oder zurückgezahlt werden.

Welcher Besteuerungsanteil gilt für Folgerenten?

Folgen nach dem 31. Dezember 2004 Renten aus derselben Versicherung oder demselben Vertrag einander nach (beispielsweise eine Altersrente folgt einer Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung), wird bei der Ermittlung des Besteuerungsanteils der Folgerente nicht der tatsächliche Rentenbeginn herangezogen, sondern das Jahr des Rentenbeginns der vorhergehenden Rente. Als Besteuerungsanteil wird mindestens ein Prozentsatz von 50 % angesetzt.

Beispiel:

Rentner A hat von 2002 bis April 2011 eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen. Ab Mai 2011 bezieht er eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Der Besteuerungsanteil für die Erwerbsminderungsrente belief sich seit 2005 auf 50 %. Da es sich bei der Altersrente um eine Folgerente handelt, wird hierfür nicht der Besteuerungsanteil zugrunde gelegt, der für das Jahr des Rentenbeginns 2011 (62 %) maßgeblich ist, sondern es wird bei der Altersrente der Besteuerungsanteil in Höhe von 50 % fortgeführt.

Wie werden Rentenanpassungen besteuert?

Im Falle einer regelmäßigen Anpassung der Rente – wie z. B. der jährlichen Rentenerhöhung – bleibt der Rentenfreibetrag unverändert. Im Ergebnis unterliegt die Rentenanpassung damit vollständig der nachgelagerten Besteuerung. Gleiches gilt für Pensionen: Auch regelmäßige Anpassungen von Pensionen werden vollständig nachgelagert besteuert.

Ändert sich hingegen der Jahresbetrag der Rente und handelt es sich hierbei nicht um eine regelmäßige Rentenanpassung (z. B. bei einer Neuberechnung der Rente aufgrund der Anrechnung eigener Einkünfte), ist der steuerfreie Teil der Rente neu zu berechnen.

Wie werden Erwerbsminderungsrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung besteuert?

Die Besteuerung der Erwerbsminderungsrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt ab 2005 nach den gleichen Grundsätzen wie bei den Altersrenten. Sie unterliegen also mindestens zu 50 % der Besteuerung.

Wie wird die Mütterrente besteuert?

Hinweise zur Besteuerung der Mütterrente finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

Welche Renten sind steuerfrei?

Zu den steuerfreien Renten zählen u. a. die Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung wie z. B. Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsminderungsrenten der Berufsgenossenschaft sowie die Sachleistungen und Kinderzuschüsse aus den gesetzlichen Rentenversicherungen bzw. der landwirtschaftlichen Alterskasse.

Besteuerung von Leibrenten aus nicht gesetzlichen Alterssicherungssystemen

Wie werden lebenslange Leibrenten besteuert?

Lebenslange Leibrenten, die nicht aus den gesetzlichen Alterssicherungssystemen geleistet werden z. B. Renten aus privaten Rentenversicherungen (nicht „Rürup-„ oder „Riester“-Renten) werden mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert. Der Ertragsanteil bestimmt sich nach dem bei Beginn der Rente vollendeten Lebensjahr des Rentenberechtigten. Der jeweilige Ertragsanteil ist der Tabelle zu entnehmen.

Wie werden abgekürzte Leibrenten besteuert?

Abgekürzte Leibrenten, die nicht aus den gesetzlichen Alterssicherungssystemen geleistet werden, beispielsweise Erwerbsminderungsrenten aus einer privaten Versicherung, die lediglich bis zum Erreichen der Altersrente gezahlt werden, unterliegen der Besteuerung mit einem besonderen Ertragsanteil. Die Ertragsanteile können Sie dieser Tabelle entnehmen.

Wie werden Leistungen aus einer privaten Renten-/Lebensversicherung besteuert, die in einem Betrag gezahlt werden?

Die Besteuerung erfolgt nach den Vorschriften für Kapitaleinkünfte. Für ab dem Jahr 2005 neu abgeschlossene Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht, bei denen die Kapitalauszahlung gewählt wird, gelten daher die gleichen steuerlichen Regelungen wie für ab dem Jahr 2005 abgeschlossene Lebensversicherungen. Diese werden unabhängig von der Vertragsdauer steuerlich erfasst. Steuerpflichtiger Ertrag ist der Unterschiedsbetrag zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der Versicherungsbeiträge. Der Unterschiedsbetrag wird nur zur Hälfte besteuert, wenn der Vertrag eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren hat und die Auszahlung erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres (bei Vertragsabschluss nach dem 31. Dezember 2011 erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres) erfolgt.

Besteuerung von Pensionen

Wie werden Betriebsrenten oder Werkspensionen besteuert?

Betriebsrenten und Werkspensionen (z. B. aus Direktzusagen des Arbeitsgebers oder aus einer Unterstützungskasse) führen zu Arbeitslohn. Der Arbeitgeber ist auch für diese Leistungen zum Lohnsteuerabzug verpflichtet und hat die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale des Betriebsrentners abzurufen. Bei Versorgungsbezügen hat der Arbeitgeber unter weiteren Voraussetzungen Freibeträge zu berücksichtigen, deren Höhe vom Jahr des Versorgungsbeginns abhängig ist. Bei Zahlungen wegen Erreichens einer Altersgrenze ist Jahr des Versorgungsbeginns das Jahr, in dem erstmals ein Anspruch auf die Versorgungsbezüge besteht und zum anderen der Betriebsrentner das 63. Lebensjahr bzw. bei einer Schwerbehinderung das 60. Lebensjahr vollendet. Bei einem Versorgungsbeginn von 2015 bis 2018 gelten folgende Freibeträge:

Jahr des Versorgungsbeginns Versorgungsfreibetrag in % der Versorgungsbezüge Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag
2015 24,0 %, höchstens 1.800 € 540 €
2016 22,4 %, höchstens 1.680 € 504 €
2017 20,8 %, höchstens 1.560 € 468 €
2018 19,2 %, höchstens 1.440 € 432 €

Beispiel

Ein Arbeitnehmer, 65 Jahre alt, erhält ab Juli 2016 neben seiner gesetzlichen Sozialversicherungsrente eine Betriebsrente aufgrund einer Direktzusage des Arbeitgebers in Höhe von 500 € monatlich.

Versorgungsbezüge 500 €
abzüglich Versorgungsfreibetrag von 22,4 %                                                         
(der monatliche Höchstbetrag von 140 € = 1/12 von 1.680 € ist nicht überschritten)
112 €
abzüglich Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag (1/12 von 504 €)                                       42 €
Steuerpflichtige Versorgungsbezüge                                                                      346 €

Wie werden Pensionen aus öffentlichen Kassen oder Vorruhestandsleistungen besteuert?

Pensionen aus öffentlichen Kassen gehören ebenfalls zu den vorstehend erwähnten Versorgungsbezügen. Auch bei diesen Zahlungen ist der Arbeitgeber zum Lohnsteuerabzug und zum Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale verpflichtet. Die Höhe der Versorgungsfreibeträge ist auch hier vom Jahr des Versorgungsbeginns abhängig. Da die Zahlung der Versorgungsbezüge aus öffentlichen Kassen in der Regel aufgrund gesetzlicher Vorschriften erfolgt, ist die Berücksichtigung der Freibeträge nicht vom Lebensalter des Versorgungsempfängers abhängig.

Sogenannte Vorruhestandsgelder führen ebenfalls zu Arbeitslohn. Eine Berücksichtigung der Freibeträge für Versorgungsbezüge ist erst dann möglich, wenn der Betriebsrentner das entsprechende Lebensjahr vollendet hat. Vgl. hierzu das vorstehende Kapitel Betriebsrenten/Werkspensionen.

Besteuerung von Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung

Was ist unter einer betrieblichen Altersversorgung zu verstehen?

Eine betriebliche Altersversorgung liegt vor, wenn dem Arbeitnehmer aus Anlass eines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber Leistungen zur Absicherung mindestens eines biometrischen Risikos (Alter, Tod, Invalidität) zugesagt werden und die Ansprüche auf diese Leistungen erst mit Eintritt des biologischen Ereignisses fällig werden. Für die betriebliche Altersvorsorge stehen fünf Durchführungswege zur Verfügung, und zwar Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Direktzusage (Pensionszusage) und Unterstützungskasse.

Wie werden Leistungen aus Pensionsfonds, Pensionskassen oder Direktversicherungen besteuert?

Leistungen aus Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen unterliegen der Besteuerung als sonstige Einkünfte; sie unterliegen nicht dem Lohnsteuerabzug. In welchem Umfang die Leistungen steuerpflichtig sind, richtet sich danach, ob die Beiträge zu dieser Altersvorsorge in der Ansparphase steuerlich gefördert wurden (z. B. durch Steuerfreibeträge, Sonderausgabenabzug nach § 10a des Einkommensteuergesetzes für einen sogenannten „Riester-Vertrag“ oder eine „Riester-Zulage“) oder nicht. Leistungen, die auf geförderten Beiträgen beruhen, sind in vollem Umfang nachgelagert zu besteuern. Lebenslange Leibrenten, die ausschließlich auf nicht geförderten Beiträgen beruhen, sind hingegen mit dem sogenannten Ertragsanteil steuerpflichtig. Ggf. ist die Leistung in einen Teil aufzuteilen, der auf geförderten Beiträgen beruht, und einen Teil, der auf ungeförderten Beiträgen beruht.   
Die Versicherung bzw. Versorgungseinrichtung bescheinigt dem Rentner die steuerpflichtigen Leistungen zu Beginn der Auszahlungsphase und bei einer Änderung der Leistungshöhe in einer sogenannten Leistungsmitteilung.

Wie sind Leistungen aus einer Direktzusage oder Unterstützungskasse zu besteuern?

Im Gegensatz zu den vorstehend beschriebenen Leistungen aus Pensionsfonds, Pensionskassen oder Direktversicherungen führen die Zahlungen des Arbeitgebers aus einer Direktzusage oder Unterstützungskasse zu Arbeitslohn. Wegen der steuerlichen Behandlung der Leistungen und der Berücksichtigung der Versorgungsfreibeträge wird auf das Kapitel Betriebsrenten/Werkspensionen verwiesen.

Besteuerung von Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen (sog. „Riester-Verträge“)

Wie wird die sogenannte „Riester“-Rente besteuert?

Leistungen aus einer „Riester“-Rente werden nachgelagert, d. h. in der Auszahlungsphase, besteuert. Die Höhe der Besteuerung ist davon abhängig, ob für die Beiträge eine „Riester-Förderung“ (Sonderausgabenabzug und/oder Zulage) gewährt wurde. Leistungen, die auf geförderten Beiträgen beruhen, sind in vollem Umfang nachgelagert zu besteuern; ansonsten sind lediglich die Erträge und Wertsteigerungen zu besteuern (Besteuerung mit dem Ertragsanteil). Ggf. ist die Leistung in einen Teil aufzuteilen, der auf geförderten Beiträgen beruht, und einen Teil, der auf ungeförderten Beiträgen beruht.

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