Ausbildung im Finanzamt

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Gespeichert von Ulrich Winterscheidt am 9. Juli 2015
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Ausbildung zur Finanzwirtin/zum Finanzwirt

Gleich was Richtiges nach der Schule: Eine Ausbildung beim Finanzamt!

In zwei Jahren zum Steuerexperten werden – mit einer dualen Ausbildung beim Finanzamt

Mit Fachoberschulreife oder vergleichbarem Abschluss Finanzwirtin oder Finanzwirt werden. Die duale Ausbildung dauert zwei Jahre und besteht aus einer Theoriephase an der Landesfinanzschule Nordrhein-Westfalen, die insgesamt acht Monate dauert, und aus einer berufspraktischen Ausbildungszeit von 16 Monaten in einem Finanzamt. Mit uns werden Sie in zwei Jahren zum Steuerexperten.

Bei uns gibts viele Vorteile!

Wir sorgen nicht nur dafür, dass Sie während des Aufenthaltes an der Landesfinanzschule NRW (LFSch NRW) in Wuppertal auf dem Campus untergebracht und dort auch verpflegt werden. Außerdem erhalten Sie von dem ersten Ausbildungstag an rund 1.160 Euro im Monat  – auch während der Zeiten an der Landesfinanzschule.

Nach erfolgreicher Ausbildung bieten wir Ihnen eine sichere Anstellung und gute Berufsentwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in der Finanzverwaltung NRW.

Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Ausbildungsverlauf

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 24 Monate und ist dual angelegt. Theorieunterricht an der Landesfinanzschule Wuppertal von acht Monaten Dauer und berufspraktische Ausbildungszeiten an einem Finanzamt von 16 Monaten Dauer wechseln dabei einander ab.

Im Laufe der acht Monate an der Landesfinanzschule NRW finden insgesamt drei Blocklehrgänge statt:

  •  Einführungslehrgang (drei Monate),
  • Zwischenlehrgang (ca. zwei Monate),
  • Abschlusslehrgang (ca. drei Monate).

Zeitstrahl über den Ausbildungsverlauf im ersten Ausbildungsjahr

Zeitstrahl mittlerer Dienst Ausbildung

Die berufspraktischen Ausbildungsabschnitte ergänzen die theoretische Ausbildung. Der Einführungslehrgang beginnt zeitnah nach dem Einstellungstag. Am Ende des Abschlusslehrgangs findet die einmal wiederholbare Laufbahnprüfung statt. Sie umfasst fünf dreistündige Klausuren sowie eine mündliche Prüfung.

Ausbildungsstruktur

Für die Steuerbeamtinnen und Steuerbeamten der Länder ist nach dem Grundgesetz eine einheitliche Ausbildung im gesamten Bundesgebiet vorgesehen. Die Einzelheiten der Ausbildung sind im Steuerbeamten-Ausbildungsgesetz (StBAG) und der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Steuerbeamten (StBAPO) geregelt.
 

Die Ausbildung findet in einem sogenannten Vorbereitungsdienst statt, der zwei Jahre dauert.

In dieser Zeit sind die Auszubildenden als Steueranwärterinnen und Steueranwärter statusrechtlich Beamte auf Widerruf. Sie erhalten Anwärterbezüge von 1.164,78 Euro (Stand: 04/2017) - auch während der Zeit des Aufenthaltes an der Landesfinanzschule.

Theorieunterricht

 

Während der Lehrgänge an der Landesfinanzschule NRW (LFSch) stehen den Auszubildenden möblierte Zimmer auf dem Campusgelände zur Verfügung. Für die räumliche Unterbringung sorgt die Verwaltung der LFSch bei der Anreise zum jeweiligen Lehrgang. Auf dem Schulcampus befindet sich auch die Mensa. Sie bietet eine ausgewogene und gesunde Ernährung an. Für Unterkunft und Mensaverpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) ist ein geringes Entgelt zu zahlen.

An der Landesfinanzschule wird in Klassenverbänden bis zu maximal 25 Personen unterrichtet. Die Unterrichtsfächer werden nach einem fest vorgegebenen Stundenplan unterrichtet. Der Unterricht findet überwiegend vormittags statt. Der Nachmittag steht für die Nacharbeit zur Verfügung.
 

 

Unterrichtsfächer an der Landesfinanzschule

Politische Bildung, Staatskunde, Geschichte der Steuerverwaltung
Allgemeine Verwaltungskunde, Recht des öffentlichen Dienstes
Allgemeines Abgabenrecht
Allgemeine Rechtskunde
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Umsatzsteuer
Buchführung und Bilanzwesen
Bewertungsrecht und Vermögensbesteuerung
Steuererhebung (Kassen- und Rechnungswesen sowie Vollstreckungswesen)
Wirtschafts- und Sozialkunde
Sozialwissenschaftliche Grundlagen des Verwaltungshandelns
(Kommunikation, Kooperation, bürgerorientiertes Verhalten)
Organisation (insbesondere Arbeitsabläufe und Arbeitstechnik), ökonomisches Verwaltungshandeln und Datenverarbeitung sowie moderne Steuerungsinstrumente in der Steuerverwaltung

Praxis

Die praktische Ausbildung findet in einem Finanzamt des Landes NRW statt.

Hier finden zwischen den drei Lehrgängen (Einführungs-, Zwischen- und Abschlusslehrgang) die unterschiedlich langen berufspraktischen Ausbildungsabschnitte von insgesamt fast 16 Monaten statt. Ein Schwerpunkt der praktischen Ausbildung liegt dabei im sogenannten Veranlagungsbereich, das heißt in dem Arbeitsbereich, in dem die Steuererklärungen der Bürger und Unternehmen bearbeitet werden. Darüber hinaus gibt es während der praktischen Ausbildungszeit strukturierte Ausbildungsarbeitsgemeinschaften. In den AG´s lernen Sie anhand von Praxisfällen, wie Sie ihr bereits erworbenes fachtheoretisches Wissen in der Praxis richtig einsetzen.

Prüfungen

Am Ende des Abschlusslehrgangs ist eine wiederholbare Laufbahnprüfung abzulegen. Sie umfasst fünf dreistündige Klausuren in den Fächern

  • Allgemeines Abgabenrecht,
  • Steuern vom Einkommen und Ertrag,
  • Umsatzsteuer,
  • Buchführung und Bilanzwesen und
  • Steuererhebung oder Staats- und Verwaltungskunde

sowie eine mündliche Prüfung.

Gehalt während der Ausbildung

Die Auszubildenden sind während ihrer Ausbildung im sogenannten Vorbereitungsdienst; der zwei Jahre dauert. Während dieser Zeit haben sie den Status einer Beamtin bzw. eines Beamten auf Widerruf inne. Sie erhalten in diesen zwei Jahren monatliche Anwärterbezüge in Höhe von 1.088,94 Euro (Stand 08/2016) und bekommen Beihilfen bei Krankheitskosten, zum Beispiel bei einer privaten Krankenversicherung.

Urlaub

Die Auszubildenden haben - wie andere Beamte auch - Anspruch auf Jahresurlaub. Hierfür sind in der Ausbildungszeit im Finanzamt feste Zeiten vorgesehen, die üblicherweise im Schulferienzeitraum liegen. Während des Aufenthalts an der Landesfinanzschule NRW gibt es keine Ferienzeiten.

Ein Tag in der Landesfinanzschule Wuppertal

Ein Live-Interview mit Auszubildenden

Die Finanzverwaltung NRW ist mit der Landesfinanzschule nach Wuppertal umgezogen - höchste Zeit also, sich vor Ort umzusehen und mehr über die Ausbildung zu erfahren.

Seit Januar 2015 findet diese in der neuen Landesfinanzschule Wuppertal (LFSch) statt. Der Standort in Haan bei Düsseldorf wurde aufgegeben.

Bei meiner Ankunft in der Landesfinanzschule Wuppertal herrscht eine konzentrierte Stille. Das ist erstaunlich, lernen hier doch bis zu 360 Auszubildende zwischen 15 und 40 Jahren. Schnell lüftet sich jedoch das Geheimnis: Es wird gerade ein Test geschrieben.

So bleibt mir etwas Zeit, die Einrichtung näher anzuschauen und ein paar Fragen zu stellen - insbesondere interessiert mich, wer sich hier ausbilden lässt:

Ein großer Teil der Auszubildenden kommt direkt nach der zehnten Klasse zur Landesfinanzschule – also mit Realabschluss. Andere haben die Fachoberschulreife oder die Fachhochschulreife. Dann fallen mir auch etwas ältere Schüler auf: Sie machen den finanzamtsinternen Aufstieg oder waren langjährige Zeitsoldaten und kommen direkt von der Bundeswehr. Das erklärt den großen Altersunterschied.

Ob das gemeinsame Lernen mit unterschiedlichen Generationen keine Probleme bereitet, möchte ich wissen.  „Nein, im Gegenteil, die bewusste Mischung führt eher dazu, dass in den Klassen auch ruhige Pole sind und führt letztendlich zu einer entspannten Atmosphäre. Insgesamt gehen die Auszubildenden sehr freundlich und rücksichtsvoll miteinander um. Dies wird besonders beim Umgang mit unseren schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen deutlich", erklärt mir der Direktor der Landesfinanzschule, Arno Bendels.
 
Während des Rundgangs kommen wir auch in der Mensa vorbei, wo bereits das Mittagessen vorbereitet wird. Der Essensduft steigt mir in die Nase, es riecht gut. Gerade in Zeiten der Tests und Klausuren, in denen die Nachwuchskräfte besonders eingespannt sind, bemüht sich das Küchenteam, den Stress durch beliebte Mahlzeiten mit viel Gemüse, Obst und Salat etwas aufzufangen. Die Mensa – erfahre ich am Rande – wurde vor kurzem sogar zertifiziert für ihr ausgewogenes Essen.

Wie sieht denn nun ein normaler Tagesablauf in Wuppertal aus?

Mara Tomisic (MT) und Marvin Sachen (MS), beide 20 Jahre alt, geben mir bereitwillig Auskunft:

(MT): Um 06.00 Uhr müssen wir aufstehen, denn ab 06.30 Uhr gibt es Frühstück in der Mensa. Kaffee, Tee, Fruchtsaft, Müsli, Brötchen, Obst, die Auswahl ist groß.

(MS): Das ist für mich zu früh. Ich stehe lieber um 07.00 Uhr auf. Freunde bringen mir geschmierte Brötchen mit zum Unterricht. Oder ich gehe in einer kurzen Pause nach der ersten Stunde in die Mensa. Dort gibt es bis 09.00 Uhr Frühstück.

(MT): Um 07.45 Uhr beginnt der Unterricht. In unseren Klassen sind Auszubildende aus ganz Nordrhein-Westfalen. Sie kommen zum Beispiel aus Bielefeld, Münster, Dortmund, Aachen, Köln oder Bonn. Man lernt schnell viele neue Leute kennen.

(MS): Steuerrecht morgens ist besonders schwierig, das Fach Einkommensteuer ganz besonders. Der Unterricht geht bis 10.20 Uhr, dann ist große Pause. Ich gehe dann oft kurz auf mein Zimmer, esse oder trinke etwas. Die Wege sind hier alle sehr kurz, nur zwei Minuten braucht man vom Klassenraum bis ins schicke neue Zimmer. Das ist einfach praktisch.

(MT): Oder ich laufe nochmal kurz in die Mensa und hole mir ein Wasser. Um 10.50 Uhr geht es weiter, zum Beispiel mit Steuererhebung oder Politische Bildung und Staatskunde. Wir haben um 13.25 Uhr Schluss und gehen dann immer schnell zur Mensa, um nicht lange anstehen zu müssen. Es gibt jeden Tag neben einer Menüauswahl mit Desserts auch eine große Salatbar, vegetarische Gerichte sowie Schon- und Diätkost. Bei schönem Wetter kann man draußen auf der Mensa-Terrasse essen.
 

Die Freizeit beginnt für die Auszubildenden meist erst nach 20 Uhr. Bis dahin müssen noch Hausaufgaben gemacht oder sich auf Prüfungen vorbereitet werden.

(MS): Abends treffen wir uns gerne mal zu Kicker- oder Tischtennisturnieren, zum Fußball auf der Wiese, im Fitnessraum, im Fernsehraum oder im gut besuchten Bistro und machen vieles gemeinsam mit den anderen.
 

Dass die Ausbildung so fordernd sein wird, damit hatte keiner der beiden am Anfang gerechnet.

Insbesondere die Hausaufgaben und das intensive Lernen vor den Klausuren empfinden sie als sehr anstrengend. Auf der anderen Seite aber schätzen sie die Qualität und Abwechslung in der Ausbildung.

Wie beide auf die Idee gekommen sind, sich in der Finanzverwaltung zu bewerben, möchte ich am Ende wissen. Mara Tomisic wollte etwas mit Steuern machen. Ein Schüler-Praktikum beim Steuerberater habe sie auf die Idee gebracht. Sie hatte gehört, dass auch die Finanzverwaltung eine gute Ausbildung anbiete. Sie schaute im Internet nach und fand das Video über die Ausbildung interessant. Marvin Sachen hingegen ist durch einen Artikel in der Zeitung aufmerksam geworden Er informierte sich daraufhin im Internet über die Ausbildung im Finanzamt und bewarb sich.

Landesfinanzschule Wuppertal

Lage

Im Süden von Wuppertal liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A1 der Ortsteil Wuppertal-Ronsdorf. Hier befindet sich die Landesfinanzschule Nordrhein-Westfalen im Bereich des Naherholungsgebiets „Scharpenacken“ auf dem Grundstück Parkstraße/Erbschlö, Am Schmalenhof 4.

Das Naherholungsgebiet „Scharpenacken“ ist ein überwiegend mit Wiesen bewachsener Höhenzug. Er wird an Wochenenden gerne von Besuchern zum Wandern oder Spazieren genutzt und bietet bei schönem Wetter eine gute Fernsicht über das südöstliche Bergische Land.
 
Auf dem weiträumigen Gelände befinden sich die beiden neuen Landesschulen, nämlich die Landesfinanzschule und die Justizvollzugsschule. Im angrenzenden Bereich sind eine Jugendhaftanstalt des geschlossenen Vollzuges sowie Gebäude der Bereitschaftspolizei NRW untergebracht. Die beiden Schulen wurden als einheitliche Maßnahme gestaltet. Die Kooperation mit der Justizschule bietet Synergien, insbesondere bei der Mensa oder der gemeinsamen Nutzung der Sportstätten und des Bistros. 

Weitere Infos zur Landesfinanzschule NRW unter: www.landesfinanzschule.nrw.de. Mehr zu Wuppertal unter: www.wuppertal.de.

Mensa

In der lichtdurchfluteten Mensa können täglich bis zu 1.000 Gäste versorgt werden. Neben den reichhaltigen Buffets am Morgen und am Abend werden mittags eine Tagessuppe, drei Essen nach Wahl inklusive einer vegetarischen Variante, eine große Salatauswahl sowie ein Dessert angeboten. Die Verpflegung ist qualitativ hochwertig und entspricht den Vorgaben für gesunde Ernährung im Beruf (Job & Fit Zertifizierung). Bei der Zubereitung werden in vielen Bereichen Lebensmittel in Bioqualität (Bio-Zertifizierung) verarbeitet. Die Mensa ist bei Auszubildenden, Lehrern und Gästen gleichermaßen beliebt.

Praktische Ausbildungszeiten im Finanzamt

Die Praxis lernen die Steueranwärterinnen und Steueranwärter in einem der 104 Festsetzungsfinanzämter des Land Nordrhein-Westfalen kennen. Hier erhalten sie Gelegenheit, das theoretische Wissen aus den Lehrgängen an der Landesfinanzschule in der täglichen Arbeit anzuwenden.Die berufspraktischen Ausbildungsabschnitte wechseln sich mit den fachtheoretischen Lehrgängen an der Landesfinanzschule ab und dauern insgesamt fast 16 Monate.

Schwerpunkte während dieser Zeit bilden die Steuerfestsetzungs- und Steuererhebungsaufgaben, dazu zählen:
  • Ermitteln, Prüfen, Festsetzen von Steuern, zum Beispiel Einkommensteuer oder Umsatzsteuer,
  • Erlernen, eine Buchführung zu lesen und Gewinne oder Verluste zu ermitteln sowie
  • Prüfen, Kontieren, Abstimmen von Zahlungs-, Forderungs- und Schuldnervorgängen.
 Während der berufspraktischen Ausbildung lernen die Steueranwärterinnen und Steueranwärter auch andere Arbeitsgebiete  eines Finanzamts kennen, zum Beispiel:
  • das Bürgerbüro oder
  • die Bewertungsstelle.
  • Einblick gibts auch in die Arbeit der Steuerstrafsachen- und Steuerfahndungsstellen.
 

Ausbildung in Lehrbezirken

In den Finanzämtern sind zur intensiven Ausbildung im Veranlagungsbereich sogenannte Lehrbezirke eingerichtet worden. Die Ausbilder dort nehmen sich Zeit für die fachlich intensive persönliche Betreuung der Steueranwärterinnen und Steueranwärter.

Zu den praktischen Ausbildungszeiten gehören auch die Verhandlungen mit Steuerpflichtigen und die Teilnahme an Fachbesprechungen. Darüber hinaus werden in organisierten Arbeitsgemeinschaften die in der Theorie gelernten Inhalte mit der Berufspraxis verknüpft.

Ausbildungsabschluss/Berufsbezeichnung

Die Ausbildung schließt nach 2 Jahren mit einer Staatsprüfung der sogenannten Laufbahnprüfung ab.

Die Absolventen der Landesfinanzschule Nordrhein-Westfalen sind berechtigt, nach der bestandenen Staatsprüfung die Berufsbezeichnung Finanzwirtin/Finanzwirt zu führen. Nach erfolgreicher Absolvierung der Laufbahnprüfung erfolgt grundsätzlich eine Beschäftigung in der Finanzverwaltung als Steuersekretär/-in.

Berufliche Perspektiven nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung bieten sich für Finanzwirtinnen und Finanzwirte vielfältige Einsatz-und Entwicklungsmöglichkeiten im Innen- und Außendienst in der Finanzverwaltung NRW.

Dazu zählen:

  • die Bearbeitung von Steuererklärungen,
  • der Einsatz in der Zahlungsabwicklung oder im Bereich der Erbschaft- und Schenkungsteuerbearbeitung,
  • mit ausreichender Berufserfahrung ist auch der Einsatz im Außendienst der Lohnsteuerprüfung oder im Innendienst der Steuerfahndung möglich,
  • die Arbeit als Revisorin oder Revisor in den Spielcasinos des Landes Nordrhein-Westfalen zum Beispiel in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund und Duisburg.

Als Beamtin oder Beamter in der Landesfinanzverwaltung tätig zu sein, bedeutet sich in einem sicheren Beruf mit anspruchsvoller Arbeit zu engagieren. Wir bieten als mitarbeiterorientierte und moderne Verwaltung gute Entwicklungsmöglichkeiten:

Aufstiegsmöglichkeiten

Beamtinnen und Beamte der Laufbahngruppe 1. 2 (ehemals mittlerer Dienst) können bei hervorragenden Leistungen nach mehreren Jahren erfolgreicher Berufstätigkeit in die nächst höhere Laufbahngruppe 2. 1 (ehemals gehobener Dienst) aufsteigen. Diese Möglichkeit eröffnet eine echte Karrierechance. Die Aufstiegsphase dauert drei Jahre. Die Beamtinnen und Beamten nehmen dabei mit den Finanzanwärterinnen und Finanzanwärtern - als Studenten - für die Dauer von 21 Monaten an den Fachstudien an der Fachhochschule für Finanzen teil. Hinzu kommen noch 15 Monate an berufspraktischen Studienzeiten in den Finanzämtern. In der gesamte Zeit sind eine Zwischenprüfung und eine Laufbahnprüfung abzulegen. Beide Prüfungen können einmal wiederholt werden. Den Aufstiegsbeamtinnen und -beamten wird mit dem Prüfungszeugnis über die bestandene Laufbahnprüfung der akademische Grad "Diplom-Finanzwirtin (FH)"/"Diplom-Finanzwirt (FH)" verliehen.

Alle wichtigen Infos auf einen Blick

Übersicht Ausbildung zur Finanzwirtin/zum Finanzwirt im Finanzamt
in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen

Berufserkundungstage, Schnuppertage, Schülerpraktika:

werden in vielen Finanzämtern angeboten. Mehr Infos unter "Praktikum im Finanzamt".

Bewerbung:

Online-Verfahren unter: www.ausbildung-im-finanzamt.de
Das Portal ist grundsätzlich im Zeitraum April bis Ende Dezember eines jeden Jahres für Bewerbungen geöffnet.

Schulische Einstellungsvoraussetzungen

Fachoberschulreife oder gleichwertiger Bildungsstand

Ausbildungsform:

duale Ausbildung mit Theorie- und Praxisanteilen

Fachtheoretische Ausbildung:

an der Landesfinanzschule Nordrhein-Westfalen,
zum Video „Steuerrecht Lernen in NRW“

Berufspraktische Ausbildung:

im Finanzamt

Anwärterbezüge:
(Bruttobetrag)

monatliche Anwärterbezüge in Höhe von 1.164,78 Euro
(Stand: 04/2017)

Abschluss:

Finanzwirtin/Finanzwirt
Erwerb der Befähigung für die Laufbahngruppe 1. 2 (ehemals mittlerer Dienst) in der Steuerverwaltung.

Berufschancen nach der Ausbildung:

In der Steuerverwaltung werden Sie zunächst in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen und starten als Steuersekretärin bzw. Steuersekretär.

Nächster Einstellungstermin:

für 2017: am 1. September 2017 - eine Bewerbung ist nicht mehr möglich
für 2018: am 3. September 2018

Unser Bewerbungsverfahren

Sofern Sie sich für eine Einstellung im Jahr 2018 interessieren, können Sie sich noch bis zum 31. Dezember 2017 bewerben. Eine Bewerbung für 2017 ist nicht mehr möglich.

Online-Bewerbung

Eine Bewerbung ist nur online möglich. Weitere Informationen zur Online-Bewerbung finden Sie unter www.ausbildung-im-finanzamt.de.

Sollte es für Sie, zum Beispiel aufgrund einer Körperbehinderung, nicht möglich sein, sich online zu bewerben, können Sie sich direkt an die jeweiligen Ansprechpartner in der Oberfinanzdirektion NRW in  Münster oder in Köln wenden.

Voraussetzungen

Für die Ausbildung zum Finanzwirt/-in stellen wir Bewerberinnen und Bewerber mit Fachoberschulreife oder einem gleichwertigen Bildungsabschluss in den Vorbereitungsdienst (Beamtenverhältnis auf Widerruf) ein.

Wir erwarten bei einer Bewerbung von Ihnen Entscheidungsfreude, Entschlusskraft, Organisationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und Teamfähigkeit.

Weitere Voraussetzungen sind: gute Leistungen während der Schulzeit und die erfolgreiche Teilnahme an einem Auswahlverfahren.

Eine Einstellung als Beamtin oder Beamter ist nur bei gesundheitlicher Eignung möglich. Die gesundheitliche Eignung wird durch das Gesundheitsamt festgestellt. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, findet in dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt eine amtsärztliche Untersuchung statt. Die Untersuchungskosten trägt die Finanzverwaltung. Über das Ergebnis werden Sie informiert.

Eine Schwerbehinderung ist kein Hindernis. Bewerbungen von geeigneten schwerbehinderten Menschen sind erwünscht.

Infos zu den schulischen Leistungen, die wir von den Bewerberinnen und Bewerbern erwarten, finden Sie hier.

Sie sollten im Zeitpunkt der Einstellung eine Staatsangehörigkeit eines EU-Staates bzw. eines Staates mit einem EU-Rechtsabkommen besitzen. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund.

 

Die Schritte von der Bewerbung bis zur Zusage

Bewerbung schreiben

  1. Sie registrieren sich online in unserem Bewerbungsportal, erhalten sofort Sie Ihr persönliches Login-Passwort und können dann in der Bewerbungsmaske die geforderten Informationen eingeben.
  2. Nach vollständiger Eingabe Ihrer Daten bitte das Absenden nicht vergessen! Sie brauchen keine Unterlagen, Zeugnisse oder Ihren Lebenslauf beifügen. Uns reicht zunächst die Eingabe der erforderlichen Daten.
  3. Bei Fragen zur Eingabe Ihrer Bewerbung können Sie sich selbstverständlich jederzeit auch per E-Mail oder telefonisch an uns wenden. Ihre Ansprechpartner erreichen Sie in der Oberfinanzdirektion NRW in Münster oder in Köln.

Eingangsbestätigung

Nachdem Ihre Bewerbung bei uns eingegangen ist, erhalten Sie innerhalb kurzer Zeit eine Eingangsbestätigung.

Vorstellungsgespräch

Wenn Ihre Unterlagen, den notwendigen Anforderungen entsprechen, laden wir Sie zu einem Auswahlgespräch ein.
Das Gespräch besteht grundsätzlich aus einem Einzel- und einem Gruppengespräch. Es findet in einem Finanzamt statt. Dort werden mehrere Personen aus dem Personalbereich des Finanzamts anwesend sein und Sie interviewen. Das Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen, in dessen Verlauf Sie uns einen Überblick über Ihre Persönlichkeit, Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen geben.
 

Aber nicht nur wir fragen Sie etwas, sondern Sie sollten ebenfalls die Gelegenheit nutzen und Fragen stellen.

Einstellungszusage

Haben Sie den Ausbildungsplatz angenommen, müssen Sie nur noch die weiteren Zugangsvoraussetzungen für die Einstellung ins Beamtenverhältnis erfüllen. Hierzu gehört zum Beispiel das Ergebnis der amtsärztlichen Eignungsuntersuchung im Gesundheitsamt Ihrer Gemeinde bzw. Stadt. Am Tag Ihres Ausbildungsbeginns (Einstellungstag) erhalten Sie Ihre Ernennungsurkunde als Beamtin bzw. als Beamter auf Widerruf.

Wir schließen mit Ihnen keinen Ausbildungsvertrag ab. Das unterscheidet uns von anderen Unternehmen und Arbeitgebern.

Herzlich willkommen im Team in der Finanzverwaltung NRW!

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Oberfinanzdirektion NRW Standort Münster: Theresa Stammschroer
Oberfinanzdirektion NRW Standort Köln: Iris Philipps

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