Informationen für Angehörige der steuerberatenden Berufe

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Gespeichert von Abteilung V am 17. November 2015
Personengruppe Steuerberater

Informationen für Angehörige der steuerberatenden Berufe

Auf dieser Seite finden Angehörige der steuerberatenden Berufe Tipps und Hinweise zum Umgang und Kontakt mit der Finanzverwaltung.

Nutzen Sie das Steuerbezirksrouting: So erreichen Sie immer den zuständigen Veranlagungsbezirk in NRW

Sie haben die Möglichkeit, den zuständigen Veranlagungsbezirk telefonisch über die jeweilige Steuerbezirksnummer zu erreichen - das so genannte "Steuerbezirksrouting". Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Sicherheit, dass Sie auch bei personellen Veränderungen im Finanzamt stets mit dem aktuellen Veranlagungsbezirk verbunden werden.

Ein Beispiel: So erreichen Sie Ihren zuständigen Veranlagungsbezirk

 Die Steuernummer Ihres Mandanten im Finanzamt (FA) Wiedenbrück lautet 5347/65001/0158.
 

Aufbau: Vorwahl Hauptwahl 2-/3-stellige Kennung Steuerbezirksnummer
Beispiel 05242 934 14 5001

Die Vorwahl des FA Wiedenbrück lautet 05242. Die Hauptwahl des FA Wiedenbrück ist die 934.
Die Kennung ist bei Finanzämtern stets die 14. Bei Ämtern in einem Finanzamtszentrum ist eine dreistellige Kennung maßgebend. Die entsprechende Aufstellung finden sie hier.
Sie wählen die 05242 934-145001 und sind sofort mit dem zuständigen Veranlagungsbezirk im Finanzamt Wiedenbrück verbunden.

Welches Finanzamt ist zuständig? Nutzen Sie den Finanzamtsfinder!

Den Finanzamtsfinder finden Sie auf unserer Internetseite. Hier können Sie nach dem jeweils zuständigen Finanzamt suchen.

Finanzamtsfinder

Geschäftsverteilungsplan und Telefonverzeichnis für alle Finanzämter in NRW

Alle Finanzämter in NRW veröffentlichen auf ihrer Internetseite das Telefonverzeichnis und den Geschäftsverteilungsplan.

 Ausschnitt Homepage Finanzamt Wiedenbrück Bild und Kontakt

Über die jeweilige Steuerbezirksnummer finden Sie die direkte Durchwahl der Sachbearbeiterin/des Sachbearbeiters im Veranlagungsbezirk. Alternativ können Sie hierfür auch das Steuerbezirksrouting nutzen.

Darüber hinaus finden Sie über die jeweilige Steuerbezirksnummer Ihre Ansprechpartnerin/Ihren Ansprechpartner in anderen Stellen - beispielsweise in der Umsatzsteuer-Voranmeldestelle oder in der Lohnsteuer-Anmeldungsstelle.

Hinweis

Aus Datenschutzgründen werden nur die Durchwahlen und nicht die dazugehörigen Namen der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter veröffentlicht.

E-Bilanz: So können Sie Nachfragen ganz einfach vermeiden

Bereits mit dem Steuerbürokratieabbaugesetz vom 20. Dezember 2008 wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, die elektronische Kommunikation zwischen den steuerberatenden Berufen und den Steuerbehörden weiter auszubauen. Dazu ist das Einkommensteuergesetz um § 5b EStG ergänzt worden. Diese Vorschrift legt fest, dass der Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) "nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung" elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln ist.

Mindestumfang der E-Bilanz

Nach § 51 Abs. 4 Nr. 1b EStG hat der Gesetzgeber das Bundesministerium der Finanzen ermächtigt, im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder den Mindestumfang der nach § 5b EStG zu übermittelnden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu bestimmen. Dieser Mindestumfang der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz im Sinne des § 5b EStG wird im BMF-Schreiben vom 28. September 2011, BStBl I 2011, 855 näher definiert. Dieses Schreiben finden Sie hier.

Grundsätzlich gilt, was bisher in Papierform einzureichen war, ist nunmehr elektronisch zu übermitteln. Lediglich ein Anhang, ein Lagebericht und/oder ein Prüfungsbericht sowie das Anlageverzeichnis, Kontennachweise und der Anlagenspiegel unterliegen nicht der elektronischen Übermittlungspflicht und können zum jetzigen Zeitpunkt noch freiwillig von Ihnen übermittelt werden.
 

Besonderheit Kapitalkontenentwicklung

Die als Mussfelder gekennzeichneten Positionen sind für eine verpflichtende Übermittlung erst für Wirtschaftsjahre vorgesehen, die nach dem 31. Dezember 2014 beginnen.
In der Übergangsphase werden die nach Gesellschaftergruppen zusammengefassten Mussfelder der Kapitalkontenentwicklung in der Bilanz erwartet, sofern keine Übermittlung im eigenen Teil "Kapitalkontenentwicklung für Personenhandelsgesellschaften und andere Mitunternehmerschaften" erfolgt. Wird in dieser Übergangsphase der eigene Berichtsbestandteil Kapitalkontenentwicklung dennoch eingereicht, so müssen in der Bilanz nur die Positionen der Ebene "Kapitalanteile der persönlich haftenden Gesellschafter"/"Kapitalanteile der Kommanditisten" verpflichtend übermittelt werden. Die untergeordneten Mussfelder können ohne Wert (NIL-Wert = technische Null) übermittelt werden.

Sonder- und Ergänzungsbilanzen

Sonder- und Ergänzungsbilanzen übermitteln Sie grundsätzlich in gesonderten Datensätzen nach dem amtlich vorgeschriebenen Datensatz durch Datenfernübertragung.

So vermeiden Sie ganz einfach Rückfragen

Die Softwareanbieter beschränken die an die Finanzverwaltung zu übermittelnden Daten in der Regel auf ein Mindestmaß, das den gesetzlichen Anforderungen genügt. In der Praxis erhält das Finanzamt durch die Komprimierung der Bilanz-Daten eine Zusammenfassung, die weniger aussagekräftig ist, als die in der Vergangenheit vorgelegten Bilanzen in Papierform.

Daher werden sich die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in den Finanzämtern regelmäßig an Sie wenden, um aussagekräftigere Unterlagen, wie beispielsweise Kontennachweise oder Anlagenverzeichnisse/Anlagenspiegel, anzufordern.
Vermeiden können Sie diese Nachfragen dadurch, dass Sie den standartmäßig eingestellten Filter von „Mindestmaß“ in Ihrer Übermittlungssoftware aufheben. In diesem Fall erhält die Finanzverwaltung den Datenumfang, wie sie ihn vorher auf Papier erhalten hat. Dies erspart Ihnen und der Finanzverwaltung Mehrarbeit.

Das Kontingentierungsverfahren

In Nordrhein-Westfalen wird ein Kontingentierungsverfahren durchgeführt. Mit dieser von den Steuerberaterkammern Düsseldorf, Köln und Westfalen-Lippe unterstützten Initiative der Finanzverwaltung sollen der zeitgerechte und kontinuierliche Eingang von Jahressteuererklärungen in steuerlich beratenen Fällen optimiert und eine Lösung der Fristenproblematik erreicht werden.

Eine erfolgreiche Teilnahme am Kontingentierungsverfahren führt pauschal und ohne Fristverlängerungsantrag für bis zu 25 % der von Ihnen abzugebenden Jahressteuererklärungen zu einer allgemeinen Fristverlängerung bis zum 28. Februar des Zweitfolgejahres.

Die Bemessung Ihrer Kontingente erfolgt nach der Gesamtzahl der von Ihnen in Nordrhein-Westfalen abzugebenden Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- und Feststellungserklärungen. Antragsveranlagungen und Steuerfälle mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft werden jedoch für die Quotenermittlung nicht berücksichtigt.

Maßgeblich sind folgende Stichtage und Quoten (Kontingente), bezogen auf Ihren Mandantenbestand zum Stichtag:

 30. September des Folgejahres  40%
 31. Dezember des Folgejahres  75%
 28. Februar des Zweitfolgejahres  95%

Erreichen Sie die Quoten zum 30. September und zum 31. Dezember des Folgejahres, verlängern die nordrhein-westfälischen Finanzämter für die noch ausstehenden Steuererklärungen Ihrer Mandantinnen und Mandanten die Abgabefrist ohne besonderen Antrag bis zum 28. Februar des Zweitfolgejahres.

Die Finanzämter behalten sich jedoch vor, unabhängig von diesen Fristverlängerungen, Steuererklärungen vorweg anzufordern. Die vorwegangeforderten Steuererklärungen werden nach Eingang bei der Quotenermittlung berücksichtigt. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Kontingentierungsverfahren.
 

Formulare: So gelangen Sie schnell und einfach zu den amtlichen Formularen

Welche Möglichkeiten haben Sie, ein Formular zu finden?

Das Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung stellt verschiedene Optionen zum Suchen von Formularen zur Verfügung:

  1. Das Suchformular zur Formularsuche finden Sie in der Menüleiste (links) unter dem Unterpunkt "Suchen". Im Suchformular können Sie nach einem Suchbegriff im Titel, nach Autor und Schlüsselwörter des Formulars suchen.
  2. Alternativ können Sie auf der Homepage des Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung im Suchfeld oben rechts direkt den Suchbegriff eingeben.
  3. Oder Sie klicken in der Menüleiste direkt auf die Rubrik "Formulare A-Z". Dort können Sie sich eine Auflistung aller Formulare des Formularcenters nach Themenbereichen geordnet anzeigen lassen. Diese werden Ihnen in alphabetischer Sortierung angeboten. Durch Auswahl eines Ordners der Themenbereiche können Sie entweder den Themenbereich verfeinern oder Sie bekommen alle zugehörigen Formulare angezeigt.

Hier gelangen Sie direkt zum Formular-Management-System (FMS) der Bundesfinanzverwaltung.

Wo finden Sie die Umsatzsteuervoranmeldung

Umsatzsteuervoranmeldungen sind ausschließlich über ELSTER elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Aus diesem Grund wird dieses Formular nicht zur Verfügung gestellt.

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