Finanzverwaltung baut hochmodernes Rechenzentrum im niederrheinischen Kaarst

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Gespeichert von Lea Veelker am 27. Oktober 2021
Von links: Vorstand der Landmarken AG Jens Kreiterling, Kaarster Bürgermeisterin Ursula Baum, Leiterin des Rechenzentrums Andrea Kampmann und Minister Lutz Lienenkämper.
27. Oktober 2021

Finanzverwaltung baut hochmodernes Rechenzentrum im niederrheinischen Kaarst

Minister Lienenkämper und Bürgermeisterin Baum stellten die Pläne für das Großprojekt des Landes vor / Lienenkämper: „Ein Gebäude, das unsere Verwaltung fit macht für die Zukunft“

Die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen baut ein neues, hochmodernes Rechenzentrum (RZF). Es entsteht in Kaarst, im Rhein-Kreis Neuss. Am heutigen Vormittag präsentierten Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, Kaarsts Bürgermeisterin Ursula Baum und Jens Kreiterling, Vorstand des Projektentwicklers Landmarken AG, am zukünftigen Standort des Gebäudes die Pläne für die Landeseinrichtung, die für das Funktionieren der Verwaltung unerlässlich ist.

Die Stadt mit ihren etwa 43.000 Einwohnern bietet im Gewerbegebiet „Digital Square“, das gerade erschlossen wird, optimale Voraussetzungen für ein solches Großprojekt, das bundesweit mit seiner Ausstattung eine Vorbildwirkung haben wird. „Unsere Finanzverwaltung bekommt hier in Kaarst alle Möglichkeiten, um ein Gebäude zu realisieren, das höchste technische Standards mit den bestmöglichen Arbeitsbedingungen für unsere IT-Spezialistinnen und –Spezialisten verbindet“, sagte Minister Lienenkämper. Die Kaarster Bürgermeisterin Ursula Baum sieht die Stadt gut gerüstet, um den Anforderungen des Rechenzentrums zu entsprechen: „Wir entwickeln mit dem Digital Square ein nachhaltiges und sozialökonomisch vorbildhaftes Gewerbegebiet. Die Ansiedlung des Rechenzentrums hat in unseren Planungen seit längerer Zeit eine zentrale Rolle gespielt. Durch die hohen Anforderungen beispielsweise an die IT-Sicherheit haben wir im Gewerbegebiet nun auch für andere Unternehmen aus dem IT-Bereich die beste Infrastruktur geschaffen. Ich freue mich sehr, dass es uns gemeinsam gelungen ist, den Projektentwickler und das Ministerium der Finanzen von den Vorzügen des Standorts in Kaarst zu überzeugen.“

Seit mehr als 60 Jahren ist das RZF in Düsseldorf untergebracht. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter garantieren unter anderem die maschinelle Verarbeitung von Steuerdaten und den Versand der Steuerbescheide in Nordrhein-Westfalen. Sie beschäftigen sich mit der Programmierung von Steuersoftware und der Ausstattung von mehr als 28.000 Arbeitsplätzen der Landesfinanzverwaltung. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich Prozesse stark verändert und beschleunigt. Die Finanzverwaltung arbeitet heute hoch automatisiert und muss deshalb ihre technischen Möglichkeiten unter höchsten Sicherheitsanforderungen für den Datenschutz modernisieren.

Damit das gelingt, werden die derzeit auf mehrere Gebäude in der Landeshauptstadt verteilten Beschäftigten künftig in einer Liegenschaft vereint. Diese wird nicht nur Platz für das benötigte Computer- und Serversortiment bereitstellen, sondern auch zahlreiche moderne Arbeitsplätze und Kreativräume, in denen sich die oft für verschiedene Landesbehörden tätigen Teams treffen und im Kollektiv an neuen Softwarelösungen tüfteln können. „Wir machen die Finanzverwaltung fit für kommende Herausforderungen, die unabdingbar mit Themen wie der Digitalisierung verknüpft sind“, betonte Minister Lienenkämper. „Das dient der Optimierung interner Abläufe und natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern, die sich darauf verlassen können, dass die Verwaltung effizient arbeitet und verantwortungsbewusst mit Steuergeldern umgeht.“

Entwickelt wird das RZF von der Landmarken AG, einem der größten Büroentwickler in Nordrhein-Westfalen, der sich in einem im Dezember 2017 begonnenen europaweiten Verfahren durchgesetzt hat. In Kaarst wurde im Jahr 2019 das entsprechende Gelände gefunden. Hier wird das Unternehmen ein Gebäude verwirklichen, das Funktionalität und Umweltfreundlichkeit verbindet. Zum Einsatz kommen bei der Energienutzung zum Beispiel Photovoltaik und Kraftwärmekopplung. „Das Gebäudekonzept bietet beste Rahmenbedingungen für die Finanzverwaltung mit hochattraktiven und modernen Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter, die eine produktive Wohlfühlatmosphäre gewährleisten. Versorgt werden sie unter anderem mit Strom aus Sonnenenergie, Abwärme aus dem Rechenzentrum und Energie sowie Kälte aus dem hocheffizienten Blockheizkraftwerk“, sagte Jens Kreiterling, Vorstand der Landmarken AG. „Mit dem RZF leistet die Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen einen großen Beitrag zur digitalen Transformation, eine der gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Heute zeigt unser gemeinschaftlicher Einsatz, dass wir nicht nur davon reden, sondern handeln“, betonte RZF-Leiterin Andrea Kampmann. „Schon lange arbeitet die Finanzverwaltung NRW mit einem hohen Maß an Automatisierung. Jetzt gilt es, vielleicht mehr denn je, am Ball zu bleiben, um auch in Zukunft die nicht stillstehende Digitalisierung effizient, wirtschaftlich zum Wohle der Einzelnen und des Staates umzusetzen.“

In den kommenden Monaten erarbeiten alle Beteiligten gemeinsam die geforderten Anträge für das Bauverfahren. Die Bauarbeiten am neuen Rechenzentrum der Finanzverwaltung sollen Anfang des Jahres 2023 starten.
 
Hintergrund

  • Das Rechenzentrum der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (RZF) ist die IT-Behörde im Ressort des Ministeriums der Finanzen. Dort arbeiten vor allem Fachinformatiker, Diplom-Finanzwirte, Hochschulabsolventen verschiedener MINT-Studiengänge, Juristen, Techniker und Ingenieure. Die meisten dieser Fachleute beschäftigen sich mit der Softwareentwicklung, nicht nur für Nordrhein-Westfalen, sondern auch länderübergreifend im sogenannten KONSENS-Verbund. Aktuell sind am Hauptstandort Düsseldorf und in der kürzlich eröffneten RZF-Dependance in Paderborn mehr als 900 Menschen tätig. Dass sich die Finanzverwaltung in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld geographisch breiter aufstellt und neuen Technologien öffnet, soll dabei helfen, auch künftig IT-Spezialistinnen und –Spezialisten für eine Tätigkeit im Landesdienst zu begeistern.

 

  • Die Stadt Kaarst entwickelt derzeit parallel zwei Gewerbestandorte: Den „Digital Square“ und den „Business Square“. Dabei werden sowohl interessante Baufenster für moderne Büroimmobilien (Business Square) als auch Grundstücke für Unternehmen aus der IT-Branche entwickelt. Im Digital Square werden die Daten über modernste Glasfaserleitungen geschickt, die ansiedelnden Unternehmen können auf redundante Leitungen zugreifen und Ausfälle in den Datenverbindungen verhindern.

 

  • Mit zahlreichen Projekten in über 20 Städten zählt die Landmarken AG zu den renommiertesten Projektentwicklern vor allem in Nordrhein-Westfalen. Sie realisiert moderne und gesunde Arbeitswelten, Hochschulentwicklungen, denkmalgeschützte Gebäude, heterogene Quartiere, bezahlbaren Wohnraum, Studentenwohnungen, Hotels, Handelsimmobilien und Mixed-Use-Konzepte. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen verpflichtet sie sich deren Leitbildern. Die Landmarken AG will Menschen inspirieren und begeistern, indem sie lebendige und identitätsstiftende Orte entwickelt, die Städte attraktiver, lebenswerter und zukunftsfähig machen.

 

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Mark Hermenau, 27. Oktober 2021
Von links: Leiterin des Rechenzentrums Andrea Kampmann, Minister Lutz Lienenkämper, Kaarsts Bürgermeisterin Ursula Baum und Vorstand der Landmarken AG Jens Kreiterling.
Mark Hermenau, 27. Oktober 2021
Minister Lutz Lienenkämper mit Kaarsts Bürgermeisterin Ursula Baum vor dem Modellplan für das neue Gebäude.
Mark Hermenau, 27. Oktober 2021

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Frank Lehmkuhl, stellvertretender Pressesprecher

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