Rathaus Castrop-Rauxel

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Luftbild Rathaus Castrop-Rauxel

Rathaus-Varianten in Castrop-Rauxel

NKF-Bewertung von Sanierungs- und Neubauvarianten für das „Forum Stadtmittel-punkt“ - Zwischenergebnisse der seit November 2015 laufenden Untersuchung von Sanierungs- und Neubauvarianten für das „Forum Stadtmittelpunkt“ unter Berück-sichtigung von Flächennutzungsaspekten und des Ressourcenverbrauchs nach NKF.

Ausgangslage

Das „Forum Stadtmittelpunkt“ in Castrop-Rauxel besteht aus einem fünfgeschossigen Rathaus, Ratssaal, Tiefgarage, Stadthalle, Europahalle und Restaurant. Aufgrund seiner Historie steht das Gebäudeensemble seit dem Jahr 2010 unter Denkmalschutz. Der gesamte Gebäudekomplex ist sanierungsbedürftig. Um die wirtschaftlich vorteilhafteste Vorgehensweise zum Umgang mit den Liegenschaften zu finden, sollen umfangreiche technische und wirtschaftliche Analysen erfolgen. Weiterbetrieb wie bisher, sowie Sanierungs- und Neubauvarianten sind mögliche Handlungsalternativen.

Handlungs- und Realisierungsalternativen

In einem ersten Schritt wurden die möglichen Realisierungsvarianten definiert, die notwendigen Flächen ermittelt und basierend darauf eine erste Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchgeführt:
Zunächst wurde die 0-Variante definiert. In dieser werden nur solche Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, welche zur Funktion und Verkehrssicherheit notwendig sind. Dabei werden keine aktivierungsfähigen Investitionsmaßnahmen getätigt und die notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung des Instandhaltungsstaus mit einem realistischen Zeitplan versehen.
Der 0-Variante wurden eine Sanierungs- und eine Neubauvariante gegenübergestellt: Die Sanierungsvariante (Variante 1) beinhaltete eine Generalsanierung des Gebäudekomplexes inklusive einer energetischen Sanierung, welche in Eigenrealisierung durch gewerkeweise Ausschreibung erfolgen sollte. Der spätere Instandhaltungsaufwand sollte dabei als werterhaltende Instandhaltungsmaßnahme erfolgen. 
Bei der Neubauvariante (Variante 2) sollte auf einem freien Grundstück des „Forum Stadtmittelpunkt“ das Rathaus neu errichtet und nach dem Umzug das alte Rathaus abgerissen werden. Auf dieser freiwerdenden Fläche sollte dann eine Multifunktionshalle errichtet und damit die Europa- und Stadthalle ersetzt werden, welche im Anschluss ebenfalls abgerissen werden sollte. Mögliche denkmalschutzrechtliche Aspekte blieben bei dieser Betrachtung zunächst außen vor.
Beiden Varianten sollten noch alternative Beschaffungsvarianten (ÖPP-Modell o. ä.) gegenübergestellt werden. 
Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt Castrop-Rauxel erfolgte ausgehend von einer ersten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für den Gesamtgebäudekomplex anschließend eine Teilbetrachtung für die genannten Realisierungsvarianten nur für das Rathaus, den Ratssaal und die Tiefgarage; für die übrigen Gebäude (Stadt- und Europahalle sowie Restaurantbereich) wurde hingegen jeweils von der Umsetzung der Null-Variante ausgegangen.

Analyse und Bewertung

Zwischenergebnis der Analyse: Die langfristige Betrachtung der Lebenszykluskosten (Finanzierungs-, Betriebs-, Instandhaltungskosten) erfolgte über den Zeitraum der variantenabhängigen Planungs- und Bauphase sowie 25-jährigen Betriebsphase in Form einer Barwertberechnung, einschließlich differenzierter Risikobewertungen. In die Analyse wurden zudem die variantenspezifischen Restbuchwerte, Abschreibungen und Restnutzungsdauern einbezogen.

Ergebnisse der ressourcenorientierten Betrachtung nach NKF

Nach vorläufigen Erkenntnissen zeigte der Vergleich der Realisierungsvarianten unter Berücksichtigung der saldierten Ressourcenveränderungen nach NKF-Methodik eine Vorteilhaftigkeit der Sanierungsvariante (Variante 1), allerdings dicht gefolgt von der Neubauvariante (Variante 2).

Weitere Schritte / Aktuelles

Die Ergebnisse der bislang vorgenommenen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen (sowohl für den Gesamtkomplex als auch für den Teilkomplex „Rathaus/Ratssaal/Tiefgarage“) wurden dem Rat im Sommer 2021 vorgestellt. Eine Beschlussfassung über eine konkrete Realisierungsmaßnahme war nicht vorgesehen, da noch verschiedene entscheidungsrelevante Aspekte zu prüfen bzw. neu zu überdenken sind. Zu nennen sind hier - gerade unter dem Eindruck der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie - z. B. zukünftige Personal- und Raumbedarfe (Stichworte: „Zukunft der Arbeit“, Digitalisierung etc.), aber auch die weitere Entwicklung der im Rahmen eines „integrierten Stadtentwicklungskonzepts Forum Stadtmittelpunkt“ (ISEK Forum Stadtmittelpunkt) angestellten konzeptionellen Überlegungen und Planungen für ein sog. „Bürger-Rathaus“, die sog. „Potentialfläche Ost“ (Fläche östlich der B 235), die Freifläche am Hallenbad sowie die anschließenden Siedlungen. Entsprechende Beschlussfassungen hierzu hat der Rat der Stadt Castrop-Rauxel in seiner Sitzung am 02.09.2021 getroffen und der Verwaltung weitere Arbeitsaufträge erteilt.

Ansprechpartner beim Projektträger

Stadt Castrop-Rauxel
Europaplatz 1
44575 Castrop-Rauxel
 
Herr Michael Eckhardt (Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer)
Tel.:  +49(0)2305 - 106-2300
Fax   +49(0)2305 - 106-2666
E-Mail: bg@castrop-rauxel.de

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