Vom Steuerprofi zur IT-Fachfrau - Ich arbeite im Rechenzentrum der Finanzverwaltung

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Gespeichert von Lea Veelker am 2. März 2017
Corinna Pott Porträt am Schreibtisch

Vom Steuerprofi zur IT-Fachfrau - Ich arbeite im Rechenzentrum der Finanzverwaltung

„Ich arbeite im Rechenzentrum der Finanzverwaltung NRW in Düsseldorf.“ Wenn ich mit diesem Satz auf die Frage: „Was machst du eigentlich beruflich?“ antworte, dann schaue ich meistens in ratlose Gesichter, die nur darauf warten aufgeklärt zu werden. Was auch nicht wirklich verwundert, denn viele können sich unter einem Rechenzentrum nicht allzu viel vorstellen. Wie ich hier gelandet bin und was meine täglichen Aufgaben sind, davon erzähle ich immer gern:

Mein Name ist Corinna Pott, ich bin 27 Jahre alt und arbeite im Benutzerservice im Rechenzentrum der Finanzverwaltung. Das Rechenzentrum ist der zentrale IT-Dienstleister für die gesamte Steuerverwaltung des Landes NRW. Wir betreuen insgesamt rund 30.000 Anwender, also alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Steuerverwaltung des Landes. Ich bin jetzt seit insgesamt fünf Jahren hier und meine Hauptaufgabe liegt in der Störungsbearbeitung.

Auf das Rechenzentrum wurde ich im letzten Abschnitt meines Studiums zur Diplom-Finanzwirtin aufmerksam. Damals haben uns Kolleginnen und Kollegen aus dem RZF an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen besucht und alle Studierenden zu einer Vorstellungsrunde eingeladen. Diese Vorstellungsrunde findet regelmäßig jedes Jahr statt und für viele eröffnet sich hier eine ganz neue und spannende Perspektive in der Finanzverwaltung NRW – so auch für mich.

Während meiner Ausbildungszeit im Finanzamt habe ich die einzelnen Steuerfachanwendungen bereits gut kennengelernt. Komplizierte Steuergesetze in ein möglichst einfaches Fachprogramm einzubinden, ist eine große Herausforderung und oft kam mir der Gedanke: „Das geht doch noch besser.“ Die Möglichkeit auch eigene Ideen umzusetzen, den Kollegen mit neuen Funktionen die Arbeit zu erleichtern und so unmittelbar zum Fortschritt beizutragen, hat mich sofort begeistert. Also startete ich nach Abschluss des Studiums zur Diplom-Finanzwirtin und einem erfolgreich bestandenen Eignungstest schließlich die einjährige Fortbildung zur Jungprogrammiererin. Jungprogrammierer oder kurz Jupros werden die Kolleginnen und Kollegen genannt, die nach dem Studium in Nordkirchen nicht in ein Finanzamt gehen, sondern im Rechenzentrum eine Zusatzausbildung absolvieren. In den 12 Monaten habe ich nicht nur drei verschiedene Programmiersprachen gelernt, sondern bereits gemeinsam mit unserem Fortbildungsteam verschiedene Anwendungen entwickelt. Unser Jahrgang bestand aus insgesamt 10 Kolleginnen und Kollegen. Die meisten von ihnen kannte ich bereits aus meiner Studienzeit in Nordkirchen.

Nach der Ausbildung war ich zunächst in der Fachprogrammierung eingesetzt. Nach einem Jahr habe ich mich auf meine heutige Stelle im Benutzerservice beworben, da ich dort enger mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten kann, als es in der Fachprogrammierung mit konkret zugewiesenen Aufgaben möglich ist. Die Arbeit im Team hat mir schon immer besonders viel Spaß gemacht – insgesamt arbeite ich hier mit 10 Leuten zusammen und gemeinsam bearbeiten wir die eingehenden Mitteilungen über aufgetretene Störungen. Viele Störungen, die vorkommen, sind nicht neu – da ist es hilfreich, wenn die erfahrenen Kollegen gleich nicken und sagen: „Kennen wir.“ Bei unbekannten Problemen suchen wir gemeinsam nach der Lösung, da macht die Teamarbeit besonders Spaß. Entsprechend ist meine Aufgabe sehr abwechslungsreich. Jeden Tag fragen Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Steuerverwaltung an, die Hilfe benötigen. Von meinem Büro aus schalte ich mich dann auf den entsprechenden Computer und kann so direkt das Problem beheben. Wenn die Kollegen dann dankbar und erleichtert sind, weil alles wieder so funktioniert wie es soll, ist das ein tolles Gefühl. Schnelle Erfolge zu sehen und positive Reaktionen zu spüren, finde ich sehr wichtig.

Kontakt zu anderen Kollegen habe ich aber nicht nur über das Telefon. Denn ich bin auch immer wieder als Schulungsleiterin im Einsatz. Hier zeige ich zum Beispiel neuen Kolleginnen und Kollegen, die gerade in einer IT-Stelle in einem Finanzamt beginnen, mit welchen Programmen sie in Zukunft arbeiten. Sie lernen unsere Software kennen und ich informiere sie über aktuelle Entwicklungen. So sind sie für ihren Einsatz als Ansprechpartner im Finanzamt gut vorbereitet.

Eine gute Vorbereitung spielt auch bei meinem Hobby keine kleine Rolle: Denn ich verbringe meinen Urlaub regelmäßig in fremden Ländern, gerne weit weg. Im letzten Jahr bin ich drei Wochen durch Asien gereist und habe Thailand, Vietnam und Kambodscha kennengelernt. In diesem Jahr habe ich auch wieder ein tolles Ziel geplant. Im Herbst möchte ich gern nach Russland reisen und mir Sankt Petersburg und Moskau ansehen. Mit neuen Leuten und außergewöhnlichen Erlebnissen kann ich am besten abschalten, um dann im IT-Alltag wieder voll durchzustarten.

 

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