Fröhliche junge Frau, die gute Nachrichten in einem Brief im Büro liest.

Informationen für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngrundstücken

Aufgrund der Grundsteuerreform ist jede Eigentümerin und jeder Eigentümer eines Grundstücks verpflichtet, eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) elektronisch beim zuständigen Finanzamt einzureichen.

Anfang des Jahres 2022 erhalten Sie von Ihrer Kommune den jährlichen Grundsteuerbescheid. Dieser setzt Ihre aktuell gültige Grundsteuer fest. Bewahren Sie diesen Bescheid auf, damit Sie die Daten (z.B. das Aktenzeichen) zur Erstellung Ihrer Feststellungserklärung in wenigen Monaten griffbereit haben.


Das Grundsteuerportal (Geodatenportal) finden Sie hier.

 

   Informationsschreiben

 

Ab Mai erhalten Sie von der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen ein individuelles Informationsschreiben mit Daten, die der Finanzverwaltung vorliegen und die Sie bei der Erstellung der Feststellungserklärung unterstützen.

 

   Hotline 

 

Fragen zur Grundsteuerreform beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Finanzamts. 
Die Grundsteuer-Hotline (Mo. bis Fr. 9:00 bis 18:00 Uhr) Ihres Finanzamts finden Sie hier:

 

   Abgabezeitraum

 

Vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2022 müssen Sie die Feststellungserklärung grundsätzlich digital bei Ihrem zuständigen Finanzamt einreichen. 

Hinweis: Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage.

Ab dem 1. Januar 2025 ist dann der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden.

 

   Elektronische Abgabe

 

Die Feststellungserklärung können Sie ab dem 1. Juli 2022 über Ihr Online-Finanzamt ELSTER abgeben. Hierfür wird ein Benutzerkonto benötigt. Falls Sie bereits ein Benutzerkonto besitzen, weil Sie z. B. Ihre Einkommensteuererklärung über ELSTER abgeben, können Sie dieses auch für die Übermittlung Ihrer Feststellungserklärung nutzen. Andernfalls können Sie das Benutzerkonto bereits jetzt unter www.elster.de beantragen.

Die Feststellungserklärung kann auch über den Zugang von nahen Angehörigen abgegeben werden.

Eine digitale Abgabe kann auch über andere Software-Anbieter erfolgen, wenn diese es anbieten.

 

   FAQ

 

Antworten auf häufige Fragen zur Grundsteuer finden Sie hier in unserem FAQ.

 

Besonderheiten

Kann meine Grundstücks- oder Hausverwaltung die Feststellungserklärung für mich erstellen und abgeben?

Ja, Grundstücks- und Hausverwaltungen sind bezüglich der von ihnen verwalteten Objekte befugt, die Erstellung und die Abgabe der Feststellungserklärung für Sie zu übernehmen. Ihre Grundstücks- bzw. Hausverwaltung kann Ihnen mitteilen, ob sie diese Dienstleistung anbietet.

Was ist ein Erbbaurecht?

Im Falle eines Erbbaurechts sind Sie berechtigt, ein Bauwerk auf einer Fläche zu haben, die Ihnen nicht gehört. Das Erbbaurecht ist ein grundstücksgleiches Recht und wird im Grundbuch eingetragen. Damit können Sie das Grundstück neu bebauen oder das bereits bestehende Gebäude kaufen und nutzen. Hierfür zahlen Sie einen Erbbauzins. 

Wie wird ein mit einem Erbbaurecht belastetes Grundstück bewertet?

In Fällen, in denen ein Grundstück mit einem Erbbaurecht belastet ist, wird für den Grund und Boden und für gegebenenfalls vorhandene Gebäude ein Gesamtwert ermittelt. Hierbei wird die Belastung mit dem Erbbaurecht nicht beachtet. Es wird der Wert zugrunde gelegt, der festzustellen wäre, wenn die Belastung mit dem Erbbaurecht nicht bestünde.
 
Der Gesamtwert von Grund und Boden sowie Gebäude wird der bzw. dem Erbbauberechtigten zugerechnet. Dies ist die Person, die das Nutzungsrecht für das Grundstück hat. 

Wer muss die Feststellungserklärung abgeben?

Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts und die Anzeige von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse ist von der bzw. dem Erbbauberechtigten abzugeben. Da im Einzelfall nicht auszuschließen ist, dass bestimmte Informationen nur von der Grundstückseigentümerin bzw. vom Grundstückseigentümer erlangt werden können, ist diese bzw. dieser zur Mitwirkung verpflichtet.

Wer erhält den Feststellungsbescheid? 

Die Person, die das Nutzungsrecht für das Grundstück hat (Nutzungsberechtigte), erhält den Feststellungsbescheid über den Grundsteuerwert. 

Wann liegt Gebäude auf fremdem Grund und Boden vor?

Ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden kann beispielsweise vorliegen, wenn Sie sämtliche Kosten zur Errichtung eines Gebäudes auf einem fremden, Ihnen nicht gehörenden Grundstück getragen haben.

Wie wird ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden bewertet?

Für das Gebäude auf fremdem Grund und Boden und das damit belastete Grundstück wird ein Gesamtwert ermittelt. Dieser wird der Eigentümerin bzw. dem Eigentümer des Grund und Bodens zugerechnet. 

Wer muss die Grundsteuerwerterklärung abgeben?

Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts und die Anzeige von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind von der Eigentümerin bzw. vom Eigentümer des Grund und Bodens abzugeben. Da im Einzelfall nicht auszuschließen ist, dass bestimmte Informationen nur von der Hauseigentümerin bzw. dem Hauseigentümer erlangt werden können, ist diese bzw. dieser zur Mitwirkung verpflichtet. 

Wer erhält den Feststellungsbescheid? 

Der Eigentümer bzw. die Eigentümerin erhält den Feststellungsbescheid über den Grundsteuerwert.