FAQ - neue Altersgrenzen

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Gespeichert von LBV am 7. Mai 2018

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu den neuen Altersgrenzen

Welche neuen Regelaltersgrenzen gelten?
  • Die allgemeine Regelaltersgrenze wird schrittweise vom 65. Lebensjahr auf das 67. Lebensjahr angehoben; Hochschullehrer erreichen dann die Regelaltersgrenze mit dem Ende des Semesters in dem sie das 67. Lebensjahr vollenden.

 

  • Lehrkräfte an Schulen treten dann mit Ablauf des Schuljahres in den Ruhestand, in dem sie das 67. Lebensjahr vollenden.

 

  • Für Beamtinnen und Beamte im Vollzugsbereich (Polizei, Justiz sowie Feuerwehr) verbleibt es bei den bisherigen Regelaltersgrenzen.
Ist die Antragsaltersgrenze auch angepasst worden?

Nein, es ist nach wie vor möglich auf Antrag mit Vollendung des 63. Lebensjahres in den Ruhestand versetzt zu werden. Dies kann aber zur Folge haben, dass ein Versorgungsabschlag bis zu 14,40 v.H. erhoben wird.
 

Ist die Altersgrenze für die Versetzung in den Ruhestand aufgrund von Schwerbehinderung verändert worden?

Nein. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, wegen Schwerbehinderung auf Antrag  mit   dem 60. Lebensjahr in den Ruhestand zu treten. Dies kann zur Folge haben, dass ein Versorgungsabschlag bis zu 10,80 v.H. erhoben wird.
 

Hat auch die Altersgrenze für einen abschlagsfreien Eintritt in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit eine Änderung erfahren?

Ja, die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Versorgung wird schrittweise auf das 65. Lebensjahr angehoben.
 

Gibt es Übergangsregelungen für die Anhebung der Altergrenzen?

Für die Versetzungen ist den Ruhestand wegen des Erreichens der Regelaltersgrenze, der Geburtsjahrgänge 1951 bis 1964,  sind Übergangsregelungen festgeschrieben. Aus der Übersicht „ Hinweise zur Versetzung in den Ruhestand aufgrund der Altersgrenze“ kann das  schrittweise Ansteigen der Altersgrenze ersehen werden.
 
Bei einer Versetzung in den Ruhestand aufgrund von Dienstunfähigkeit richtet sich die Übergangsregelung nach dem Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand (hier von 2015 bis 2025). Aus der Übersicht "Hinweise zur Dienstunfähigkeit" kann das schrittweise Ansteigen der Altersgrenzen bei einer Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit ersehen werden.
 

Welche Altersgrenzen sind bei in Altersteilzeit befindlichen Beamtinnen und Beamten maßgeblich? Orientiert sich der Ruhestandsbeginn an den bisherigen Altersgrenzen?

Im Regelfall dürfte eine Anpassung an die neuen Altersgrenzen in Betracht kommen.

Ausnahme:
Eine Altersteilzeit wurde nach dem 31.12.2012 angetreten und Sie sind am 01.08.2013 in vollem Umfange freigestellt (Freistellungsphase), dann gilt noch das Vollendete 65. Lebensjahr als gesetzliche Altersgrenze.
 

Ich habe 45 Dienstjahre abgeleistet und möchte mit dem 63. Lebensjahr auf Antrag in den Ruhestand versetzt werden; ist dies ohne die Erhebung eines Versorgungsabschlages möglich?

Nein. Eine abschlagsfreie Versetzung in den Ruhestand bei Inanspruchnahme der Antragsaltersgrenze ist erst ab dem 65. Lebensjahr möglich. Eine Berechnung, ob die 45 Dienstjahre erfüllt sind, kann über den Versorgungsrechner nicht durchgeführt werden.
 

Kann eine Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit erfolgen, ohne dass ein Versorgungsabschlag erhoben wird?

Ja, eine Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit ohne die Erhebung eines Versorgungsabschlages ist erst ab Vollendung des 63. Lebensjahres und einer zu berücksichtigenden Gesamtdienstzeit von 40 Jahren oder ab Vollendung des 63. Lebensjahres und einer vorliegenden Schwerbehinderung möglich. Eine Berechnung, ob die 40 Dienstjahre erfüllt sind, kann über den Versorgungsrechner nicht durchgeführt werden.

Bei einer Versetzung in den Ruhestand wird das Ruhegehalt darüber hinaus nicht gemindert, wenn die Dienstunfähigkeit aufgrund eines Dienstunfalles erfolgte.

Welche Zeiten und in welchem Umfang sind bei den vorgenannten Dienstjahren berücksichtigungsfähig?

Zu den berücksichtigungsfähigen Zeiten zählen Beamtendienstzeiten, Wehrdienstzeiten, Zeiten in einem  privatrechtlichen Arbeitsverhältnis des öffentlichen Dienstes, Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung ohne Zeiten für die Pflichtbeiträge erstattet wurden oder der Arbeitslosigkeit, zugeordnete Zeiten der Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr des Kindes, sowie Pflegezeiten. Zeiten einer Teilzeitbeschäftigung werden in vollem Umfang berücksichtigt.

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